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Alles, was ich empfand und fühlte, alles, was mich niederrang, versuchte ich in Ton und Wort wiederzugeben. Der Welt mit Worten zu sagen, wie mir war, erwies sich als unmöglich. Das Wort allein genügte nicht, und so ergänzte ich, sagen wir, übermalte ich nicht nur das Wort, sondern auch die innerliche Wortfülle mit dem Ton, mit der Musik. Und da Geist und Ohr nicht genügten, um meinen innerlichen Ruf der Welt verständlich zu machen, nahm ich auch noch Farbe und Pinsel zu Hilfe.
Ob ein Außenstehender imstande ist zu verstehen, welch Bedürfnis ein Sensiblet nach solchen Eindrücken hat, die er der anderen Welt mitteilen will, mag hier zur Debatte gestellt werden. Bisher habe ich diese Fähigkeit bei keinem gefunden. Professor Verweyen war der Einzige, der annähernd alles das mit Worten sagen konnte, was er sah und fühlte. So weiß ich bis heute nicht, ob dieses musikalische Werk Bekenntnis, Tiefe und alle Schauer aufweist, die mein Aug' gesehen, mein Ohr gehört, mein Herz empfunden und mein Geist erfaßt hat. Ich weiß bisher nur, daß der ganze Leidensweg durch diese unmöglich zu beschreibende Schädelstätte und das Z- Kommando Anstoß zu diesem Werk war. Wie oft am Tag hielt ich das Herz eines Kameraden in meiner zitternden Hand, wobei es mir kalt über den Rücken lief, weil ich es noch pochen hörte, wiewohl es nicht mehr pochen konnte. Ich sah sein Bild und das der Seinen oft im Innern des aufgeschnitenen Organs. Ich sah die Tränen seiner Mutter, die dieses Herz unter ihrem trug. Ich sah den schlummernden Kopf seiner Liebsten an seiner Brust ruhen und sah die Bilder seiner Erinnerungen, die durch seine Kammern zogen, als er spürte, daß das Ende kam. Wie oft und gern hätte ich mein Herz herausgerissen, in meiner Faust zerdrückt und hingehauen, weil es auch ein Menschenherz war, wie jenes, das ich vor mir hielt. Oft bohrte ich mit den Fingern verzweifelt in den Gängen dieses Fleischklumpens und suchte, was ich nicht finden konnte, und andere nicht finden werden.
So hielt ich vor kurzem hundert Herzen von Siebzehnjährigen in meinen Händen und mir war, als hätte ich die Knospen aufblühender Tulpen vom Stengel gerissen. Diese 17jährigen Jungen wurden eines Tages aus dem russischen Gefangenenlager ausgesucht. Sie mußten vor der Revierbaracke antreten, wo der Arzt sie untersuchte, ob sie ein gutes, vollständiges Gebiẞ hätten. Dann stellte er sie vor die Kolonne. Hundert waren es, deren Herzen durch meine Hand gingen, weil sie ein gutes Gebiß aufwiesen. Gleich nach dieser Untersuchung bekamen sie eine Spritze verabreicht. Zwei Stunden später wurden sie müde, setzten sich nieder und schliefen ein. Ich erinnere mich ganz genau, ich mußte diese Toten von den anderen getrennt in die linke Leichenkellerecke schlichten und dann die Köpfe von den Leibern trennen. Es war ein Freitag. Am Morgen um 6 Uhr hatte ich es begonnen. Ich legte zur Wand auf
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