Denk, Österreich , der vielen deiner Kinder,
Die litten, weil sie blieben, was sie sind,
Die, eh' sie dich verrieten,
Das Blut, das von dem Deinen war,
Für dich vergossen!
Denk, Österreich , der vielen blanken Augen, Die brechen mußten,
Eh' sie noch einmal dich geschaut,
In denen aller Glanz der Heimat stand,
Als sie erloschen.
Die Leiber waren sterblich,
Doch mächtiger als Macht und Tod
War deiner Söhne Geist!
Der Namenlosen,
Die namenlos geduldet,
Weil sie dich namenlos geliebt!
Sie sind der stille Acker,
In dessen Schoß ein heil'ges Testament beschlossen,
Das in die Zukunft weist
Und bindend bleibt
Für alle deine Tage.
Laẞ nie die Stunde kommen,
In der ihr Opfer
Seinen Sinn verliert!
Laẞ unverlöschbar, heiß und hell,
Die Flamme der Erinn'rung brennen
An deine Treuen,
Als ew'ges Licht im Dom des Glaubens
An deine Sendung
Und an deine Seele...!


