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Kopf oder ins Kreuz bekam, war ja nicht wichtig. Das war ja der Puls des Tages, darüber sich Gedanken zu machen, war nicht am Platze.
Wir beide nun, Leo und ich, wurden jetzt ausgesprochen ge- suchte Objekte.
Erst einmal mit„Hinlegen‘,„Auf marsch-marsch” und so fort in die Bekleidungsbaracke, wo uns der Verwalter mit Faust und Fuß empfing. Im unmöglichsten Tempo wurden die Haare ge- schnitten, wobei leider auch die Haut mitging.
Im selben Tempo mußten wir uns umziehen. Unsere Kleider wurden in Säcke getan, dann gab's Holländer-Holzschuhe und jetzt wurde gelaufen! Tiefe Kniebeuge, im Staub wälzen— die undenk- barsten Sachen wurden mit uns aufgeführt.
Wir kamen an einem Jauchenwagen vorbei. Dort hieß man uns den Hals unter den Hahn halten und dann wurde aufgedreht! Die stinkende Jauche wurde so beim Halse in die Kleider gelassen, daß sie bei den Schuhen wieder herausrann.
Ja, selbst getrunken mußte sie werden und außerdem mußte man noch das Gesicht damit waschen. Wir kamen nicht zum Er- brechen, denn darauf folgten wieder so furchtbare Prügel, daß wir gar nicht daran denken konnten.
Und das ging nun so weiter bis zum Abendappell. Ich spürte kaum noch den Boden unter den Füßen. Hunger! Hunger! Weh auf Weh! Schmerz auf Schmerz! Stich um Stich lösten sich ab. Dann hieß es zum Appell!
Weit über 10.000 Helden standen nun ausgerichtet in Reih’ und
‘Glied vor und hinter uns. Viele kehrten erst von ihrer Arbeit zu-
rück. Eben traf wieder ein Trupp ein. Der Capo gab die Meldung: „Nr. 3475 mit 1200 Häftlingen von der Arbeit ins Lager zurück.“ Hinten wurden einige in die Reihe geschleppt, andere von vier Mann auf der Achsel ausgestreckt getragen, der Rest halbtot im Schubkarren angefahren.
Drei von diesem Ortskommando hatten auf dem Felde irgend- wo Kartoffeln gefunden, das heißt, gestohlen, obwohl sie noch halb grün waren. Die Täter wurden eruiert. Und nun mußten diese Leute, die Kartoffeln im Munde haltend, links am Tore Kniebeuge mit dem Rücken zu uns machen, und zwar während der ganzen Nacht bis zum nächsten Morgen, da wir sie auf dem Boden liegend wieder- sahen! Strafweise! Sie waren ja Diebe! Nicht Hungrige, nein, Diebe!
Andere wieder hatten während des Tages zu wenig gearbeitet, sie mußten nach dem Appell ebenfalls bis spät in die Nacht hinein am Tor stehen bleiben.
Dort wieder stand ein ganzes Arbeitskommando, weil der Block- führer irgend eine Meldung gemacht hatte. Die Leute selbst wußten nicht warum. Der Capo wurde abgelöst, er bekam fünfundzwanzig hinaufgemessen und dann ging es in den sogenannten Bunker! Das
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