lichen
Ausedene unsten
bald
reiben
te ich
rsche. keine ns ein
abzu
nd aus se. Er nd eren wir
et, und
chester lischer BlockS, WOI auch
SS.
und in
enden
Anstoß.
gegenhältnis
könne.
mman
bfällig stellte
cht. Er daß er it dem
d das
licher
seine
er.
2. Mai
rksam
en und
h eine
Möglichkeit ergebe, könnten wir dort zusammentreffen. Der Mann, ein sehr aufgeweckter, raffinierter Bursche, bereitete trotz dem Posten diese Zusammenkunft glänzend vor und so kam es, daß wir zum erstenmal länger als sonst miteinander sprechen konnten. Bisher waren wir immer nur ganz kurz beisammen gewesen. Was wir einander zu sagen hatten, schrieben wir auf kleine Zettelchen, die wir einander im Vorbeigehen in die Hand drückten oder zuwarfen. Einmal, es war kurz vor dem 1. Mai, als ich beauftragt worden war, das Klavier des Pfeffermeisters Fülle zu stimmen, ergab sich die Möglichkeit, Elfi kurz zu sprechen. Wir küßten uns schnell, ohne vorher viel zu reden und verschwanden in den Gängen des sogenannten Betriebsgebäudes. Am 1. Mai trafen wir uns in den Kanzleiräumen. Unser Bekannter unterhielt den Posten, dem er aus der Betriebskantine einige Flaschen Bier gebracht hatte, während ich mit Elfi sprach. Später mußte der Aufpasser einen Eimer mit den Geschenken ins Gerätehaus bringen. Er hatte ihn mit Malwaschbürsten vollgestopft, so daß man den Eindruck hatte, er enthalte nur Handwerkszeug. Der Posten hatte sich inzwischen gehörig angesoffen. Ich kam nun und leistete ihm Gesellschaft, damit auch der andere Häftling mit seinem Bräutchen verschwinden konnte. So konnten wir uns gründlich aussprechen und alles sagen, was uns sonst nicht möglich war. Allerdings ging das nicht ohne Wissen der Gegner. Auch dieses ,, Vergehen" erfuhr mein Chef bald, obwohl niemand außer uns Malern davon wußte.
-
-
Noch im Mai so wurde mir vom stellvertretenden Chef mitgeteilt hatte Vogt eine Meldung nach Berlin an den Reichsführer SS Himmler losgelassen, der mich am 28. Juni durch den Blockführer vom Arbeitsplatz holen ließ. Anscheinend wollte Himmler nicht gleich zugreifen, damit mein Chef der Lagerführung gegenüber nicht zu belastet dastehe.
Schon einige Tage vorher wurde mir das Verlassen meines Ateliers strengstens verboten und dem Posten befohlen, mich zu bewachen. Fülle, der absolut Mensch war, hielt mich dennoch ständig auf dem Laufenden, so daß ich genau wußte, was mit Elfi geschah.
Eines Tages wurde ihr Vater gerufen, der in einem Auto angefahren kam. Erst glaubte ich, daß dieser Offizier der deutschen Wehrmacht unsere Situation würde retten können, aber ich verrechnete mich gehörig. Er hatte zu tun, Elfi vor momentaner Verhaftung zu schützen, um so mehr, als er als Nichtnationalsozialist bekannt war.
Malen konnte ich nun nicht mehr. Es war, als bräche mir der Brustkorb vor Sehnsucht. Kaum nahm ich Pinsel und Palette, so übermannte mich der Schmerz. Ich legte beide wieder zur Seite und grübelte neben der Staffelei. Nur die Partitur meiner Symphonie, die dem Ende zuging und an der ich unwahrscheinlich fleißig arbeitete, tröstete mich und half mir, die trüben Gedanken zu über
89


