nicht einen Himmel erwarten, den es nicht findet. Außerdem muß zwischen der Masse und der sie vertretenden Schicht die trennende
Mauer fallen.
Ich will solche Menschen fragen:„Warum, glauben Sie, hat es nach jedem Regierungszusammenbruch Verfolgungen des gewissen Bürgertums gegeben?”
Es sind nicht immer Regierende, die als solche von der Masse verfolgt werden, nein! Verfolgt werden jene, die mit dem Volk nichts gemein haben wollen, die den geistig Schwächeren mit Verachtung von sich schieben und mit dem schlecht angewendeten Wort„Proletarier‘' beschimpfen, die ihr Kind mit der Begründung: „Die müssen dir zu minder sein!”, aus dem Kreis der anderen her- ausreißen und die jede angeborene Fähigkeit dem nicht von der Hochschule gekommenen Apostel einfach absprechen. Daß dieses Nichtanerkennen des Nebenmenschen einen Minderwertigkeits- komplex des Hochstudierten voraussetzt, der oft viele Hosen durch- wetzen muß, während der andere ohne diese Schulen das Seine mit- bringt, ist in vielen Fällen wahrscheinlich.
Es ist beschämend für uns Österreicher, daß man diese Sucht, mehr scheinen zu wollen als man ist, in dem kleinen Land nicht abschaffen kann, daß einige Windfiguren politische Auseinander- setzungen, ja sogar Revolutionen verursachen können.
Man versteht ja, daß diese von Geburt aus zu warm gehaltenen Ableger von Kampf und Verantwortung nichts wissen wollen, daß sie mit sogenannten geistig-diplomatischen Funken lieber den schmierigsten Betrug dulden und verüben, als Dienstmädchen und Bügelfalte einzubüßen. Diese Egoisten sollen aber nicht die Gefahr übersehen, die ihnen mit Recht einmal drohen wird. Was man nicht kann, nie erlernen wird, soll man lieber lassen, statt es mit gemeinen
"Verbrechen erreichen zu wollen.
Ähnliches gab es im Lager auch. Geld hinschieben und dafür den Freßkübel im Waschraum oder im Klosett ausschmieren zu dürfen, war solchen Leuten oft nicht zu minder. Es ging natürlich auf Kosten der Masse! Der arme Essenausgeber brauchte Geld oder Zigaretten— dafür zwickte er von jedem Schöpfer so viel ab, daß man es manchem Häftling vom eingefallenen Gesicht lesen konnte: Ist so etwas notwendig?
Ein solcher Mensch wird seinen gestreiften Bruder von damals nicht kennen wollen. Er wird ihn weder erkennen, noch wird er ihm helfen. Er vergesse aber nicht, daß die großen Massen der Kleinen die Großen zu Fall bringen können! Der Schreibtisch darf nicht zwischen unliebsamen Parasiten und hilfesuchendem Volk stehen. Dieser oft unsichtbare, aber immer spürbare Schreibtisch muß und wird von Zeit und Volk auf die Seite geschoben werden.
Meine Seele beugte sich vor der untergehenden Sonne. Nach langer Zeit hatte ich endlich wieder einen Brief empfangen, dessen
70
ne 4 ver gen
I mis
I zauscl I aber ı
Mens: imme) senkt drück l weiß
Rolle j Auftr falls
konn ten,] zielt,
Brotz der] Butte große Tod
I antr: dure als zue! Arb
Hin


