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Turm A ohne Neuigkeit : Erlebnis und Bekenntnis eines Österreichers : ein Komponist, Maler und Schriftsteller schildert das KZ / Anselm J. Grand
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Führung. Er verlangte mehr Arbeit, aber das Essen wurde besser als bisher.

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Noch waren wir ein kleines Kommando, das überallhin auf­geteilt wurde. Da es damals für uns Maler wenig Arbeit gab und das Lager wieder in Ordnung zu bringen war es sollten ja wieder wurden auch Kascak und ich ver­Häftlinge zurückkommen schiedenen Kommandos zugeteilt. So kamen wir einmal zum Kar­toffelkommando, wo wir in 25 Minuten einen Waggon Kartoffeln aus­zuladen hatten, die in Körben im Laufschritt in einen Keller getra­gen werden mußten. Die Arbeit war sehr schwer und dauerte etwa 20 Tage. Unsere Rücken waren blutig- offen, von den Händen hingen die Hautfetzen.

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Ein andermal kamen wir zu einem sogenannten ,, Eisbrecher­kommando". Dort mußten wir die Schollen der Ambs zertrümmern, da größere Schichten sich vor dem Tierpark des Lagers stauten und Umzäunung und Brücken zu vernichten drohten. Dabei passierte es oft, daß wir ins Wasser fielen und dann bei starker Kälte oft 28 bis 32 Grad unter Null den ganzen Tag in nassen Kleidern arbeiten mußten. Diese Arbeit nahm etwa zehn Tage in Anspruch. Dann wieder mußte auf dem Plantagen- Südteil eine Umzäunung ge­schaffen werden. In unerträglicher Kälte mußte binnen einigen Stunden das Wasser aus dem Grund entfernt werden. Das hieß, daß in dieser harten Erde Gruben auszuheben waren, bis wir Wasser fanden. Es wurde dann sofort Zement abgemacht und in kurzer Zeit standen die befohlenen Zäune.

Ein Baumeister würde darüber wahrscheinlich gelacht haben, da er sich gesagt hätte, daß man bei solcher Kälte kein richtiges Zementmaterial fertigstellen könne. Ganz abgesehen davon, daß beim Auftauen im Frühling der Zaun auf dem Boden liegen mußte. Die vorgesetzte SS - Stelle wußte es aber besser! Diese Arbeit war keine Kleinigkeit. Die Kälte war unaussprechlich groß und es war uns nicht gegönnt, uns irgendwo auch nur einige Minuten Wärme zu stehlen.

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Im Lager mußten wir eine Durchzäunung abtrennen, da draußen, in der SS - Unterkunft, noch zu viele Truppen lagen und die Be­wachungsmannschaft im Lager untergebracht werden mußte. So wurden die ersten vier Baracken einschließlich der ehemaligen Kantine und der Wäschebaracke für die Bewachungsmannschaft ein­gerichtet. Hinter diesen vier Baracken wurde Stacheldraht wie ein Vorfeldnetz aufgestellt. Er sollte später mit elektrischem Strom ge­laden werden. Auch diese Arbeit war bald fertig, obwohl es nicht einfach war, in die gefrorene Erde Löcher zu graben und Pfosten zu setzen. Der Stacheldraht, den wir zogen, klebte bald an unseren Händen und riẞ immer einen Fetzen Haut mit sich, wenn wir ihn los­ließen. Es hatte damals oft 33 bis 40 Grad C unter Null. Oft konnten wir uns vor Kälte nicht einmal mehr verständigen und es kam nicht selten vor, daß einer vor Schmerz weinte.

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