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Turm A ohne Neuigkeit : Erlebnis und Bekenntnis eines Österreichers : ein Komponist, Maler und Schriftsteller schildert das KZ / Anselm J. Grand
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mußten

tappte empfingen wahrscheinlich jene Befehle, die notwendig waren, uns auf den die Arbeit zu ermöglichen. Allerdings, wenn er nicht im Haus oder auf der Plantage war, kümmerten die Block- und Kommandoführer sich nicht um seine Anweisungen, sondern schlugen erst recht auf uns ein.

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Eine Beschwerde konnte man ja nicht vorbringen, und so war man völlig hilflos diesen tiefstehenden, unkultivierten Knechten aus­geliefert. Eines Tages, als mir die Sache zu bunt wurde, da eine gut gelungene Malarbeit von einem Blockführer ruiniert worden war, er­griff mich der Zorn. Ich hob die schändlich zugerichtete Zeichnung auf, bis der Untersturmführer Vogt erschien. Da die Zeichnung auch konnte, ihm sehr gut gefallen hatte und da er schon darauf wartete, sie been­daß er det zu sehen, packte auch ihn die Wut. Er setzte sich ins Auto und fuhr, wie er mir sagte, zum Lagerkommandanten und zum Lager­test du führer, wo er eine Beschwerde vorbrachte. Erst war uns das nur recht und wir erwarteten alsbald eine Änderung. Das Gegenteil marmen wurde uns bald klar! Der Lagerführer vertrug auf keinen Fall eine à Berufe Begünstigung oder Beschützung von Häftlingen, noch weniger aber ung, die eine Beschwerde gegen einen Blockführer wegen eines Häftlings. ar immer Draußen, auf der Arbeitsstätte, ging es uns ja besser als zuvor, unterzu drinnen aber, wenn wir ins Lager einrücken mußten, waren wir snahme vollkommen in den Händen des Lagerführers wie des Blockführers der Plantage, die uns nun erst recht schlugen. Wenn wir schon keine Schläge bekamen, durften wir nichts essen und mußten über Mittag am Tor stehen. Auch diesen Zustand brachte ich eines Tages meinem Chef, der inzwischen Obersturmführer geworden war, zur Kenntnis. Ich machte ihm plausibel, daß man auf die Dauer bei solchen Tages­rationen auf ein Mittagessen nicht verzichten könne, da man sonst " in alle bald umfallen würde. Das war auch tatsächlich bald der Fall. Nach Mensch 8 oder 14 Tagen verspürten wir eine ungewöhnliche Schwäche. sich ein. Wir zitterten wie geschlagene Hunde und waren bald nicht mehr imstande, einen auf den Boden gefallenen Pinsel aufzuheben, ohne dabei starkes Schwindelgefühl zu haben. Dies ging dem Obersturm­führer so nahe, daß er versprach, über Berlin für Hilfe zu sorgen.

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Leichter Schnee bedeckte die Erde. Dichte Nebel zogen über die Mauern von Dachau und hüllten die Baracken ein. Seit Tagen sahen wir einen neuen Lagerführer, den Hauptsturmführer Ziel. Er war, klar ge so schien es erst, ein sehr ruhiger, gelassener Mann, der dennoch rbeit uns gemeinste Zynik und Verschlagenheit nicht verbergen konnte. Er ere Fami fuhr mit seinem Auto alle Kommandos ab, ließ sich jeden Häftling zeigen, sprach kurz mit ihm und griff dabei keinen an. Das freute uns und wir waren der festen Meinung, endlich einen menschlichen Lagerführer zu haben.

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Es blieb keine Ecke unbesucht, kein Stückchen Erde un­schaffen betreten. Er übersah keinen Knopf, keinen Riß in unserer Sträf­ufen und lingskleidung und durchblickte bald den ganzen Betrieb und dessen

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