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Anfang
Jahre des Kampfes, der Entbehrung, der Tapferkeit lagen hinter uns. Weinend hatten wir die Gewehre in Gruben geworfen, die Uniformen von den Leibern gerissen, in Stuben und auf den Dach- böden unserer Häuser verborgen. Österreich wollte schlafen gehen! Nurschlafen, nicht sterben! Österreich war verurteilt, zu leiden, zu lernen!
Nur wenige tapfere Kameraden, die mit mir seit dem Jahre 1937 für Osterreich gekämpft hatten, scharten sich um mich und fragten, was ich weiter zu tun gedächte. Meine Antwort war kürz:„Ich gedenke erst recht für mein Land zu kämpfen! Ich gebe mein Öster- reich nicht auf, mag der Teufel mich selbst über dem Fleck Heimat- erde in Höhen und Lüften zerreißen...!"
Entwaffnet, bloß in Uniform, verließen wir die Kaserne. Wir sammelten uns in der Hofgasse in Graz bei einem Kameraden namens Swetina in dessen Wohnung. Dort zog ich mich in sein Zimmer zurück und blieb mit ihm allein. Zum erstenmal setzte ich mich nieder und stützte vor Müdigkeit den Kopf in beide Hände. Von‘unten, aus der schmalen Gasse, dröhnte das Gebrüll der auf- marschierenden Kolonnen, die bewaffnet, undiszipliniert, durch Spor- und Hofgasse zum Karmeliterplatz marschierten.
Es dauerte nicht lange, da brach ich völlig zusammen. Ich weinte angesichts der Tatsachen bitterlich....
Kein Wort vermochte ich über die Lippen zu bringen, denn ich hing an meinem Land wie ein Kind an der Brust seiner Mutter.
Da es gefährlich war, sich weiter in österreichischer Uniform zu zeigen und da ich keine Zivilkleider bei mir hatte, bat ich meinen Kameraden, er möge in die Feuerbachgasse gehen, um meine Kleider, die ich bei meiner Braut hatte, zu holen. Er tat es. Ich zog mich um und ging mit meiner Braut, die mit ihm gekommen war, in ihre Wohnung, wo meine Großmutter bereits auf mich wartete, Ich hatte nur eine Pistole, die scharf geladen war.
.Kaum war ich angekommen, brachte mein Bruder die Nach- richt, daß ein Trupp SS unterwegs sei, um mich auszuheben. Ein lieber, guter Freund, Alfred Blumauer, einst mein Geigenschüler, kam mit seinem Auto angerast und stellte sich mir freiwillig zur Verfügung.
Knapp hinter ihm, etwa drei bis vier Häuser entfernt, sah ich die mir gemeldeten Gruppen anmarschieren, die mich holen sollten.
Ich sprang aus dem Fenster, verschwand im Auto und Alfred führte mich kreuz und quer durch die Straßen von Graz .
Spät nachts kehrte ich in die Feuerbachgasse zurück, wo mir Justi einen neuen Unterschlupf, den sie bei Bekannten ausfindig gemacht hatte, zuwies. Verstohlen und verkleidet huschten wir durch die dunklen Straßen des südlichen Graz . In einem Seiten- gäßchen der Lagerstraße hauste ein altes Pärchen hoch oben in einem Dachzimmer. Zwei Tage und Nächte blieb ich dort. Am
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