mußten ausgenutzt werden. Es gab harte Jahre, erfüllt mit Sorgen und schwerer Arbeit. Oft riefen Telegramme der Bauleitung Berger selbst zur Baustelle, um wichtige Ent- scheidungen zu treffen. Hier folgen einige seiner vom Tun- nelbau aus an seine Frau gerichteten Briefe:
12. Mai. Das Arbeitsresultat deckt sich bis jetzt mit meinen Erwartungen. Wir sind von jeder Seite des Berges aus etwa 500 Meter tief in das Massiv vorgestoßen, Das Gestein er-
wies sich als hart und fest, die Kraftanlage arbeitet einwand- frei. Wir haben eine genügende Anzahl von Arbeitern, die in zwei Barackensiedlungen gut untergebracht sind.
15. Juni. Auf der Südseite hat sich innerhalb des Ber9g- massivs ein Sumptgebiet ergeben. Wir werden hierdurch mit der Weiterarbeit auf einige Zeit stark behindert werden.
28. Juli. Quellen im Innern des Berges erhöhen die Schwie- rigkeiten.‘Die Wasserhaltung kann den Anforderungen nicht immer genügen. Lohndifferenzen mit den Arbeitern drohen, sich zu einem Streik auszuwachsen, und schließlich fehlt es nicht an Versuchen böswilliger Menschen, unsere Arbeit zu sabotieren.
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