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Julius Berger und das Dritte Reich / Bruno Marcuse
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Tatsächlich fand man Drähte der elektrischen Leitungen durchschnitten und verwirrt. Es gab Kurzschluß, und das Suchen nach den Fehlerquellen raubte kostbare Zeit. Schließ­lich gelang es durch Inanspruchnahme früherer Kriminal­polizisten, einige entlassene Arbeiter als Übeltäter zu er­tappen. Sie hatten sich auf Grund ihrer genauen Lokal­kenntnisse einzuschleichen gewußt.

Eine ganz besondere Schwierigkeit wurde dadurch ge­schaffen, daß der Weltkrieg im Jahre 1914 unerwartet aus­brach. In seiner Folge mußten eine große Anzahl Ange­stellter und Arbeiter zum Heere einrücken, und das Ersatz­personal war weder quantitativ noch qualitativ auf der Höhe, man war gezwungen, bei der Einstellung weniger wählerisch vorzugehen. In diesen kritischen Zeiten bedurfte es einer so starken Persönlichkeit, wie Berger sie war, um die Ruhe zu bewahren. In unermüdlicher Arbeit ging er seinen Leuten auch in schwierigen Stunden mit gutem Beispiel voran, und sein Vorbild riẞ die anderen mit sich fort, so daß sie ihr Bestes hergaben. Je näher der Endtermin für die Arbeiten heranrückte, um so mehr stieg die Spannung. Es wurde schon erwähnt, daß das Arbeitsprogramm die gleichzeitige An­bohrung des Berges von beiden Tunnelenden aus vorsah.

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