Druckschrift 
Julius Berger und das Dritte Reich / Bruno Marcuse
Entstehung
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Vorwort

Durch die Schilderung des Lebens von Julius Berger will ich ein Beispiel aufzeichnen für die Vielen, die sein Schicksal teilten. Es handelt sich um jüdische Menschen, die, ohne nach außen hin besonders hervorzutreten, ein Leben der Pflichterfüllung führten und ihre Fähigkeiten einsetzten, um dem Lande, in dem sie geboren waren, zu dienen. Manchen von Euch wird sein Name bekannt sein, wenigen Näheres über seinen Tod. Das dritte Reich war in solchen Dingen schweigsam.

Seit Jahrzehnten war ich mit Berger bekannt und trat ihm in den letzten Jahren immer näher. Auch in der Leidenszeit von Theresienstadt teilte ich sein Schicksal, wenn auch zu einer späteren Zeit und mit glücklicherem Ausgang.

Eine willkommene Bereicherung des Textes bedeuten die Fotos ausgeführter Bauten von besonderer Bedeutung, die mir zu diesem Zwecke vom Archiv der Firma Julius Berger, Tiefbau- A.- G., bereitwillig überlassen wurden. Sie ver­mitteln ein gutes Bild der großen Leistungen von Berger. Ich danke an dieser Stelle der jetzigen Geschäftsleitung hier­für und freue mich, mitteilen zu können, daß es ihr gelungen ist, das Lebenswerk des Begründers erfolgreich fortzusetzen und in seinem Sinne weiter auszubauen.

Temmenhausen, Herbst 1946.

Bruno Marcuse.