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Lida Das erste Mal kam ich zu Baxa an einem Abend. Nur JozZka war zu Hause und ein zartes Geschöpf mit lebhaften Augen, das sie Lida nannten. Es war eher noch ein Kind, das neugierig auf meinen Vollbart guckte und zufrieden war, daß da eine neue Sehenswürdigkeit in die Wohnung kam, mit der man sich vielleicht eine Weile unterhalten kann.

Wir befreundeten uns rasch. Es zeigte sich, daß dieses Kind erstaunlicherweise bald neunzehn Jahre alt wird, daß es Jozkas Stiefschwester ist und Plachä heißt, und daß sie auf einer Lieb- haberbühne spielt, was sie über alles liebt.

Ich wurde ihr Vertrauter, woraus ich erkannte, daß ich doch schon ein älterer Herr war; sie beichtete mir ihre jungen Schmerzen und jungen Träume und lief zu mir als zum Schieds- richter bei Differenzen mit der Schwester oder deren Mann. Denn sie war eilfertig, wie junge Mädchen zu sein pflegen, und verzärtelt, wie Spätkinder oft sind.

Sie begleitete mich, als ich nach einem halben Jahr zum erstenmal aus der Wohnung ging, um Luft zu schnappen. Der ältere, hinkende Herr war weniger auffällig, wenn er mit seinem Töchterchen ging, als wenn er allein gegangen wäre. Jeder schaute früher auf sie als auf ihn. Deshalb ging sie mit mir auch beim zweiten Spaziergang, deshalb ging sie mit mir auch zur ersten illegalen Zusammenkunft, deshalb ging sie mit mir auch in die erste illegale Wohnung. Und so wie jetzt die Anklage sagt entwickelte es sich von selbst: sie wurde meine Verbindung.

Sie machte es gern. Sie kümmerte sich nicht zu sehr darum, was es bedeutete und wozu es gut war. Es war etwas Neues, Interessantes, etwas, was nicht jeder machte und was den Bei- geschmack des Abenteuers hatte. Das genügte ihr.

Solange es nur kleine Sachen waren, wollte ich ihr gar nicht mehr sagen. Unkenntnis war ihr für den Fall einer Verhaftung ein besserer Schutz als das Bewußtsein einerSchuld.

Aber Lida arbeitete sich ein. Lida konnte auch mehr als einen

Sprung zu Jelinek machen und eine kleine Botschaft ausrichten.

Bas 59