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Die Flucht : als KZ-Flüchtling durch fremdes Land / Willy Kreuzberg
Entstehung
Seite
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Wie im Fluge vergeht die Zeit. Spät ist es, als sich die beiden verabschieden und ich mich langmache.

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Klick, klick, klick.- Aus tiefstem Schlaf schrecke ich auf. Da, wieder klick. Wassertropfen stören meine Ruhe. Draußen rauscht eintönig der Regen nieder. Ich stelle fest, daß Schilf nicht absolut wasserdicht ist. Das Heu unter mir ist noch trocken, dafür bin ich selbst dem Segen von oben ausgesetzt. Liegenbleiben ist nicht gut möglich. Also erwarte ich den Morgen zusammengehockt auf einem Hackeklotz. Alle paar Minuten rücke ich mit der Sitzgelegenheit weiter. Überall bahnt sich der Regen seinen Weg durch das Dach. Morgen werden wir Dach­decker spielen müssen, soll es mir nicht öfter so ergehen. Langsam beginnt es zu tagen. Fröstelnd krieche ich aus der Hütte. Einige gymnastische Übungen bringen das Blut wieder in Wallung. Mir scheint, die Sonne drängt sich heute noch durch die Wolken. Sonntag ist es. Vor acht Tagen habe ich den entscheidenden Sprung gewagt. Was fange ich nun mit diesem Sonntag an? Halt, ich habs! Mein Quartier wirt hat drei kleine Kinderchen. Ob ich nun hier liege und die Zeit verdöse, oder in den Wald gehe und Brombeeren pflücke.

Als ich zur Mittagszeit zurückkomme, warten Monsieur Morival und Frau schon mit dem Essen.

,, Pour petits enfants." Mit diesen Worten reiche ich ihr die Früchte hin. Alles Abwehren hilft ihr nichts, sie muß die Beeren nehmen. Ich bekomme ein zünftiges Sonntagsessen. Am Nachmittag gehen wir gemeinsam an die Arbeit; mähen den Hafer und stellen ihn in Hok­ken. Unter viel Gestikulieren und Lachen vergeht der Tag.

,, Monsieur Morival, voila petit Quartier pa bon. Nuit beaucoup Wasser."-?? Herrje, nun wissen die beiden wieder nicht, was Wasser ist. Endlich geht ihm ein Licht auf, daß ich in der Nacht eine nasse Kur durchgemacht habe. Bereitwillig verspricht er, morgen neu zu decken. ,, Demain, demain matin. Camerad, vous voulez par­tie avec moi dans moi maeson." ,, Was, ich soll mit euch ins Dorf gehen? Bei euch im Hause soll ich essen?" Zwei­fel regen sich. Ist das eine Falle? Treuherzig sieht er mich an.

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