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Die Flucht : als KZ-Flüchtling durch fremdes Land / Willy Kreuzberg
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Nein! In euch ist kein Falsch, ihr meint es ehrlich mit einem Gejagten.

,, Bon, Soir, Après, je Meason, merci."

Und dann sitze ich bei Morivals zu Hause. Mehr als vier Jahre sind vergangen, daß ich im Kreise einer Familie sitzen konnte. Jedes Bild an der Wand freut mich, jeden Gegenstand streichele ich mit den Augen. Scheu drücken sich zwei Mädchen an die Mutter, während die Kleinste am Finger lutschend schon an meinem Knie lehnt. Und dort, versteckt in der Ecke, ja, sehen meine Augen richtig?

-

,, Monsieur! George, Camerad! Vous avez Radio?"

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-

Ich stürze hin, und drehe an den Knöpfen. Jetzt Glück End­haben, jetzt den Soldatensender West hören. lich etwas über den Front verlauf im Westen und im Nichts! Osten erfahren. Nur Französisch höre ich. Enttäuscht drehe ich mich um. Auf den Kasten zeigend, frage ich niedergeschlagen: No parle Allemand? No parle Anglaise?"

-

Tröstend legt mir George seine Hand auf die Schulter. ,, Aprés."

Aprés heißt: später. Da hätte ich Aussicht, noch heute das Neueste zu hören.

-

Endlich ist es so weit. Leise ertönt die Stimme aus dem Apparat: Hier spricht der Soldatensender West." Alles um mich herum ist vergessen. Ich höre nur noch die Stimme aus dem Aether, und mit dem, was sie sagt, bin ich zufrieden.

Morivals Frau, die täglich diesen Sender in französischer Sprache hört, behauptet, der Ami wäre in vierzehn Ta­gen hier.

,, Les american ils- sont ici dans kartorce jours."

Liebe, gute Jenny, ich glaube eher, bei dir ist der Wunsch der Vater des Gedankens. Mir ist es auch lieber, wenn die Alliierten schon morgen hier sind.

Nachts ein Uhr mache ich mich auf den Weg, zurück zur Notunterkunft. Das Lagerheu, am Tage grad getrocknet, ist schon wieder naẞ. Gleichmäßig, eintönig strömt der Regen herunter. Doch diesmal spüre ich es kaum. Seit­dem ich den Sender gehört habe, kann mich nichts mehr erschüttern. Außerdem ist die halbe Nacht um, und wenn es Tag ist, wird die Hütte wetterfest gemacht.

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