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Die Flucht : als KZ-Flüchtling durch fremdes Land / Willy Kreuzberg
Entstehung
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VORWORT

,, Wenn Sie nach Deutschland zurückkommen, so grüßẞen Sie den deutschen Arbeiter. Wir haben nichts gegen ihn, aber alles gegen den Faschismus. Ihn, den Faschismus, merden mir immer und mit allen Mitteln bekämpfen. Dabei wissen roir, daß Faschismus nicht nur in Deutsch­ land zu bekämpfen ist."

Das waren die Worte, die mir ein Franzose, ein Offizier der Partisanen, mit auf den Weg gab.

Bei meiner Flucht durch Frankreich und Belgien habe ich viel Hilfsbereitschaft gefunden. Menschen, die mich im Leben nie gesehen haben und die ich wahrscheinlich auch nie wieder sehen werde, ließen mir jede Unter­stützung zuteil merden, wenn sie nur hörten, ich sei den Klauen des KZs entkommen.

Uns alle verband ein Wille. Der Gestapo , den Hitler­schergen, durfte ich nicht wieder in die Hände fallen. Es hat Stunden gegeben, in denen ich mutlos murde, in denen ich kein Weiterkommen sah. Dann gab es immer wieder einige, die mich hochrissen.

,, Es muß gehen!" Und es ging.

All denen, die geholfen haben, meine Flucht erfolgreich zu gestalten, rufe ich hiermit zu:

,, Habt Dank, ihr Kameraden aus dem fremden Land!"

Willy Kreuzberg