IV.> GROTESKES ZWISCHENSPIEL.
„La chance n’est qu’une soigneuse attention aux details.‘
oe Chamberlain NACHT DER ENTSCHEIDUNG.
In der folgenden Nacht behielt Bert zum ersten Male seine Unterkleidung im Bette an und verstaute Kittel und Hose unter der Decke. Die dunkle Farbe der winterlichen Kleidung des Lagers und die dunkelblaue Leibwäsche waren für die Flucht eine gute Tarnung gegen Sicht, wie er bedachte.... Ebenso behielt er den Knäuel Guttapercha bei sich im Bett; denn sein Spind konnte er im Verlauf der Nacht nicht ohne merkliches Geräusch öffnen. Um Diebstähle zu verhindern, wurden nämlich an jedem Abend vor dem Schlafengehen die großen Tische gegen die Spindflächen geschoben, so daß deren Türen nicht aufgingen, ohne daß vorher die langen Tische geräuschvoll beiseite geschoben wurden.
Seine Armbanduhr behielt er während des Liegens gleichfalls in der Hand und verfolgte ihren Gang. Nicht um eine Spur schlug sein Herz rascher als sonst.
Das übliche Einschlafen der Gefährten vollzog sich langsamer, schien ihm, als gewöhnlich. Erst zog sich ein geflüstertes Plaudern noch von Bett zu Bett, ein neu aufgegriffener Witz, eine gewagte Vermutung über den Kriegsausgang machten ihre Runde, bis der Korporal als Stubenältester endgültig Ruhe gebot und das seuf- zende Schnauben und Fauchen der Schlummernden überhand nahm. Richtige Schnarcher gab es ja in einem Kz nie länger als ein oder zwei Nächte, dann hatten .die anderen es ihnen gründlich abgewöhnt.
Vor Mitternacht durfte Bert nicht wagen, die Block- tür im Vorraum zu öffnen, da immer noch der eine oder


