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Amokläufer : Roman / A. W. Conrady
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ihm mit allen Kräften nachzulaufen, aber es war zu spät... mit einem leisen Aufschrei warf sich der junge Mensch in den nach hinten sich abdachenden Stachel­draht, dessen geflochtene Ketten vereinzelt über Por­zellanisolatoren liefen....

Und sofort gab es ein kurzes, bläuliches Aufflammen, ein zischendes Knistern, ein wenig schwärzlichen Rauch, der nach verbranntem Menschenfleisch und Haaren roch

dann lag der Unglückliche in diesem Wald von zu­gespitzten Stacheln eingesunken, reglos, entsetzlich schmal, dünn und unwesentlich, fast nur ein hängendes Bündel Kleider... wenn nicht die große Lache Blut gewesen wäre, die sich am Boden sammelte.

Stumm standen die beiden Freunde vor der Todes­stätte. Kastner kam angeradelt und verbot jeden Ein­griff, um den Armen aufzuheben, bis der Strom ab­gestellt wäre. Leo drehte sich ab und zog Bert am Ärmel mit sich.

,, Nun kann ich mir die Meldung ersparen", flüsterte er mit klangloser Stimme. ,, Wieder hat man ein Men­schenleben auf dem Gewissen... und ich hätte den Wisch ja ohnehin zerrissen, wenn ihn kein Scharführer von mir verlangt hätte!" Damit ging er traurig ins Revier, um bei Heyden den Tod zu melden.

Bert jedoch blieb als Wache bei dem Verbrannten stehen. Zurückkommende Kommandos bogen in die Lagerstraße ein. Die Mittagspause begann, und eine Reihe von Häftlingen blieb an der Unglücksstätte stehen. ... An Berts Seite gesellte sich der Capo der Elektriker, der mit fachmännischem Auge die Situation prüfte und plötzlich seinen Mund dem Ohre Berts näherte, um ihm leise zuzuflüstern:

"

, Siehst du, Oberst, wenn mal einer von uns aus­brechen will hier und nirgendswo anders müßte er's tun!"

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Der erstaunte Blick seines Nachbarn ließ sein faltiges Gesicht mit einem Schimmer von Wichtigkeit über­ziehen.... ,, Hier meinst du?" fragte Bert zweifelnd.

,, Natürlich", fuhr der Elektriker flüsternd fort. ,, Sieh