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Amokläufer : Roman / A. W. Conrady
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Mauern heraus... nicht zu Unrecht; denn hier war auch der Ort, an dem die SS. - Leitung ihre geheimen Erschießungen stattfinden ließ. Daher auch die viele Freiheit für ein Subjekt wie den Henker Bernhardt, der ihr verschwiegener Mitwisser bei diesen Schandtaten war.

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Ein zementierter Weg zog sich an der Bunkerwand entlang, während die Mitte des Vorhofes mit Rasen bedeckt war. Es war nur eine kleine Wiese, die ver­sonnen in der warmen Sonne dalag, wie andere auch, bestickt mit bunten Blumen; aber die Mauern mit den kleinen Luken schlossen sie ein und von diesen Mauern roch es dumpf nach Verbrechen und Hinrichtung, Folter und Pein.... Sofort nach Einrücken des Trupps Bestrafter erschien auf der Schwelle des Bunkereingangs der Henkersknecht mit gebücktem Rücken, die Mörder­hände bieder hängen lassend und seine eingetroffenen Opfer mit einem Raubvogelblick musternd.

Der erste Scharführer ließ halten und Aufstellung nehmen, während sein Kollege gemächlich zu dem Hundezwinger schlenderte, wo ihn lautes Bellen begrüßte. Das Bellen schwoll zu einem heiseren Tumult an, als er den ersten Köter, einen kohlschwarzen Riesenschnauzer, ein scheußliches plumpes Ungetüm, aus dem Käfig ließ. Nun mußte auch der nervöse Wolfshund herausgelassen werden, sonst hätte ihn die Eifersucht verzehrt, und die mächtige Tigerdogge erst recht, wenn nicht das schwache Gitter unter ihren Sprüngen zerbrechen sollte. Erst als die Tiere wie die Tollen auf der Wiesenfläche umher­sprangen, wandte sich der Scharführer wieder den Häft­lingen zu und verlangte von Bernhardt die Hunde­peitsche.

Der stille Bibelforscher, des Henkers Gehilfe, holte eine schwere, geflochtene Karbatsche aus Leder. In­zwischen entdeckte aber Bernhardt unter den Sträflingen auch seinen ehemaligen Stubengefährten aus Flossen­bürg Bert. Und sofort leuchteten seine tiefliegenden Augen in böser Schadenfreude auf.....

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,, Aha!" rief er aus, so laut, daß die beiden Schar­führer es hören mußten ,,, da kann ich ja auch mal