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Amokläufer : Roman / A. W. Conrady
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schierten im Schnee herunter zum Platz, die meisten noch recht wackligen Beines und befangenen Herzens... oh, der verwünschte Capo Knör, dieser Oberstrolch- da drüben stand er schon wieder, mit dem Lagerältesten zusammen, beide noch wohlgenährter geworden als früher schon... wenn er nur diesen drohenden Gorillakiefer sah, faßte Bert schon ein Grauen!

Aber was war das? Eben kommt das Lagerbiest mit seinem hüpfenden Schritt heran und nimmt eine neue Einteilung der Planierungen vor, in deren Reihen eine tiefe Lücke durch die Seuche gerissen worden ist. Mit raschen Winken schickt der Lagerleiter die einen der Sklaven hierhin, die anderen dorthin und da: unver­sehens sind Stillfried und Bert vom Kommando Knör fort zur Planierung II gekommen.... Sie befehligte der einzige rote Dachauer, den man in Flossenbürg zum Capo gemacht hatte.

Mitten unter den sich drängenden Gefährten drückten sich die beiden Freunde beglückt die Hand. Denn ab­gesehen davon, daß diese Planierung ihr festes Arbeits­pensum hatte, also nicht derartig, Mädchen für alles' war, wie die frühere, hatte sie vor allen Dingen in Max Schnell einen ganz anderen Capo als jenen rüden Zu­hälter.

Schnell stammte aus einer reichen Stuttgarter Fa­milie, hatte sich aber als Unteroffizier der Ulmer Pioniere verleiten lassen, die ausländische Spionage zu unter­stützen und besaß deshalb, wie er selbst behauptete, keinerlei Aussicht mehr, jemals aus dem Lager heraus­zukommen. Dabei war er ein höchst aufgeweckter Kopf und brillanter Menschenlenker, mit vielseitigen tech­nischen Kenntnissen versehen, wie sie gerade hier ge­braucht werden konnten. Scharf als Capo, wie er auch sein mußte, um in Flossenbürg überhaupt sich halten. zu können, war er doch meilenweit von Knör entfernt, der immer nur wie ein wütender Büffel um sich schlug; sondern er verstand mit anderen Mitteln Besseres zu erreichen als sein, grüner' Kollege.... Die Kunst jeden­falls, seine Tritte so zu setzen, wie sie gerade klingen