kinder au Erzbischof

wie sich der Nationalsozialismus zum Christentum stelle. Die Antwort des Herrn war bezeichnend: ,, Diese Frage werde erst nach dem Kriegsende diskutiert werden." Als die Be­schwerden immer häufiger und das Rumoren immer lauter wurde, fing man an, das Lager zu räumen und die Leute in Linz und anderswo zu verteilen. Jetzt hieß es, die neuen Umsiedler seien so gefährlich, daß bewaffnete Begleitung dabei sei. Und wer waren diese gefürchteten Menschen? Slowenen waren es aus der Gegend von Laibach und Stein­brück und Renn a. S. Sie waren nahezu ein Jahr hier. Nie habe ich brävere, fleißigere und religiösere Menschen ken­nen gelernt als diese von Haus und Hof vertriebenen Katho­liken. Ohne Angabe des Grundes mußten sie in wenigen Stunden reisefertig sein und durften nur das Allernotwen­digste mitnehmen. Sie haben in ihrer Verbannung und in ihrer Trennung von ihren geschätzten Priestern sehr gelit­ten, aber sie haben ihr Los heroisch getragen, viel heroischer als ihre Peiniger es jetzt tragen. Sie hatten viele und liebe Kinder bei sich. Sofort suchte ich mir einen älteren Mann, der deutsch sprechen konnte und erlernte mit seiner Hilfe eine die wichtigsten slowenischen Ausdrücke. schwere Sache, weil der gute Mann ja nie Grammatik ge­lernt hatte. Am ersten Sonntag war die Kirche gedrängt voll. Vor der Predigt begrüßte ich die Slowenen bereits in ihrer Muttersprache mit den Worten: Sértschno posdraúl­jam Slovénski katolitscháni in wam schélim Boschji blago­slaú. Ich begrüße herzlich die slowenischen Katholiken und wünsche Euch Gottes Segen. Bei diesen Worten traten ihnen die Tränen aus den Augen. Der Lagerführer fragte mich anderntags halb entsetzt, halb erstaunt, ob ich denn slowenisch verstehe. Die Kindergärtnerinnen kamen, um einige Brocken bei mir zu erhaschen. Ich hörte dann wo­chenlang nur zwei Worte grell durch den Kindergarten hal­len tícho!= still! und chítro! = flink! Bald bekam ich Bücher und Zeitschriften in slowenischer Sprache, oft auf merkwürdigen Wegen über München und Stuttgart , namentlich der seeleneifrige Stadtpfarrer Sprenger mir wertvolle Quellen eröffnete. Es setzte ein fröhliches Lernen und Lehren ein. Im Frühjahr 1942 hatte ich 22 Slowenen­

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