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Priesterschicksale : Lustrum luxaturae : Erlebnisse, Erinnerungen und Erkenntnisse aus schwerer Zeit (1933 - 1945) / erzählt vom Onkel Klemens
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kinder auf die erste hl. Kommunion vorbereitet. Unser Erzbischof schickte den Kindern folgenden Brief:

Freiburg , den 7. April 1942.

Liebe Kinder!

An Eurem Freudentag will auch der Erzbischof von Freiburg teilnehmen, weil Ihr jezt zu den Schäflein sei­ner großen Weide gehört. Ich freue mich, daß Ihr im schönen Neusatzeck Eure Erste heilige Kommunion emp­fangen dürft, in jener Kirche, in der ein heiligmäßiger Priester und Gründer des Klosters begraben liegt. Ich werde mich noch mehr freuen, wenn ich höre, daß Ihr den Religionsunterricht fleißig besucht und die heiligen Sakramente fleißig empfangt und am Sonntag vor allem die heilige Messe besucht. Vielleicht kann ich manchem von Euch bald das Sakrament der hl. Firmung spenden. Dann werde ich erfahren, ob Ihr Eure guten Vorsätze gehalten habt. Ich grüße nun Eure lieben Eltern und Geschwister. Betet an Eurem Festtag auch für mich und meine Hirtensorgen. Dafür gebe ich Euch allen und Euren Eltern meinen bischöflichen Segen!

Conrad Erzbischof.

Im Sommer löste der Erzbischof sein Wort ein und kam nach Neusatzeck, um den Slowenenkindern eigens das Sa­krament der heiligen Firmung zu spenden. Es waren etwa drei Dutzend Kinder, die strahlten vor Glück, als der Bischof zu ihnen sprach. Er sprach deutsch , aber sie verstanden, daß es die Sprache der Liebe war. Er erzählte ihnen von einem hochbegabten und frommen slowenischen Priester, der sein Freund gewesen war, mahnte sie zur Treue gegen ihren Glauben und ihre Kirche. Die Ansprache des Erzbischofs übersetzten wir in das Slowenische und teilten sie am kom­Das waren menden Sonntag im Slowenengottesdienst mit. trostvolle Stunden für die guten Leute. Die Lagerführung hatte gegen die Firmung am Lager selbst keine Schwierig­keiten erhoben, aber schon die Teilnahme der Kinder in Neusatz wäre sehr fraglich gewesen. Eine Härte war es, daß

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