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Mordhausen : Bericht eines Augenzeugen über Mauthausen, das berüchtigte Konzentrationslager / von Edmund Richard Stantke
Entstehung
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Überhaupt

Jedenfalls

mußte bei Einkauf von Zigaretten so und so viel Gemüse abgenommen werden. Oder jeder Block bekam eine Tonne rote Rüben, die in Portionen geteilt, in die Spinde gestellt wurden und auf Kosten derer gingen, die Geld besaßen. Natürlich waren die Preise das Mehrfache von dem, was sie im Handel sonst kosteten.

Die Juden mußten Bleistifte kaufen. Zum Gebrauch derselben kamen sie gar nicht, weil sie, wie schon erwähnt, nicht lange lebten. Der Bleistift kostete sie fünf Mark. Für ein kleines Fläschchen Benzin, das draußen vielleicht zwanzig Pfennige kostete, wurden auch fünf Mark verlangt. Rüben mußten sie in Unmengen abnehmen. Wie gesagt: SS und gemeine Häftlinge wuschen sich die Hände in jüdischem Geld! Auf Kleider, ganz gleich, ob weibliche oder männliche, war die SS besonders scharf. Da ich längere Zeit in der Wäscherei tätig war, will ich meine Erfahrungen daselbst wahrheits­getreu hier niederschreiben.

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Eines Tages kamen Jüdinnen, die erschossen werden sollten. Der Schutzhaftlagerführer Bachmaier bestimmte, nachdem man diese Jüdin­nen tatsächlich erschossen hatte, daß die Sachen Stück für Stück ge­zählt würden er machte sich sogar die Mühe, bei dieser Zählung dabei zu sein um, wie er sagte, sie den Angehörigen der Erschos­senen zurückzusenden. In Wirklichkeit waren die Worte Bachmaiers ein großer Schwindel. Die Angehörigen der Erschossenen haben die Kleider niemals zurückbekommen. In der Wäscherei wurden die Kleider, vor allen Dingen Turnanzüge, von mir jedem Häftling, der eine Maschine bediente, auf das genaueste vorgezählt, damit er nicht in die Versuchung käme, etwas davon zu organisieren, denn das wäre sein Tod gewesen. Als die Sachen gewaschen und gebügelt waren, ging das Organisieren der SS schon los: die Kommandoführer der Wäscherei, zwei Hauptscharführer der SS, Eckard und Ströhlein, waren die ersten, welche für ihre Frauen Turn­anzüge und sonstige Kleider unterschlugen. Die übrigen Sachen fanden auch ihren Mann. Ihre eigene Wäsche, oder besser gesagt, die Wäsche, die sie sich im Laufe der Jahre zusammengestohlen hatten, war unter aller Würde. Zerrissen, von oben bis unten beschmutzt, in ekelerregendem Zu­stand wurde sie in Bündeln bei mir abgegeben. Ihre Frauen genierten sich nicht, ungereinigte Unwohlbinden mit hineinzulegen. Ja, sie besaßen die Gemeinheit, wenn einige Wäschestücke nicht ganz sauber gewaschen waren man konnte sie vor lauter eingefressenem Dreck trotz aller Anstrengung wirklich nicht mehr sauber bekommen sich obendrein zu beschweren, sodaß die Häftlinge der Wäscherei noch Prügel bezogen.

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Öfters kamen große Mengen von Pelzen aus Auschwitz - auch einem sehr anrüchigem KZ. Es waren dies Pelze von Juden, sogar Kinderpelze waren dabei. Wenn ich so ein Pelzchen in die Hand nahm, kamen mir die Tränen und der Gedanke: Wie mag es dem unglücklichen Kindchen ergan­gen sein, das das Pech hatte, im nationalsozialistischen Deutschland als Jude geboren zu sein! Diese Pelze sollten zertrennt und für die Soldaten der Ostfront verarbeitet werden. Die Ostfrontsoldaten haben sie nie ge­sehen, sondern die SS und ihre Frauen bereicherten sich an den Fellen.

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