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Mordhausen : Bericht eines Augenzeugen über Mauthausen, das berüchtigte Konzentrationslager / von Edmund Richard Stantke
Entstehung
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Nachwort

Nachdem der Leser mir durch das Inferno von Mauthausen gefolgt ist und aus meiner wahrheitsgetreuen Schilderung die erschreckende Fülle des Grauens, das uns Häftlinge tagtäglich umgab, in sich aufgenommen hat, und nachdem er sodann mit meinem persönlichen Schicksal nach dem Tage der Befreiung bekannt gemacht ist, fühle ich das Bedürfnis, alle diese Erleb­nisse mit einem schlichten Bekenntnisse zu dem ewigen Gotte zu schließen, der, unerforschbar in seinen Ratschlüssen, alle unsere Wege bestimmt.

Ich bin kein Fanatiker des Glaubens, aber eines ist fest in mir veran­kert: der Glaube an Christus, der uns alles Schwere ertragen läßt und der mit seinem Leben und Sterben allen Menschen ein Vorbild, ein Wegweiser zum Edlen und Guten wurde. Diese Hinwendung zum Guten, für das Christus gestritten hat, muß zum Allgemeingut der Menschheit werden. Nur auf diesem Wege wird die Welt vollkommener und besser werden. Leider sind viele, die sich Christen nennen, so gleichgültig und blind gegen die Religion der Liebe geworden, daß es ihnen nicht mehr bewußt wird, was es denn bedeutet, mit aufrichtiger Gesinnung und offenem Herzen sich der Macht des Heilandes zu verbinden. Es ist eine unumstößliche Tatsache, und die jetzige Zeit beweist es, was vor vielen Jahren der Bischof von Ket­teler sagte: ,, Seitdem das Völkerrecht sich von den Grundsätzen des Christentums abgewendet hat, sind wir auf dem offenen Wege des Völker­faustrechts. Wir haben auf diesem Wege furchtbare Fortschritte gemacht und endlose Kriege denn die Selbstsucht führt zu endlosen Verwirrun­gen, da sie nie gesättigt wird stehen uns in Europa und in der Welt bevor, wenn wir auf diesem Wege fortschreiten. Auch hier ist deshalb die Welt in ihrer Entwicklung auf Christus hingewiesen, und es kann nur die Frage sein, ob wir vor endlosem Unglück zu ihm zurückkehren werden, oder ob die äußerste Not großer Völkerkämpfe uns wieder zu ihm zurück­führen wird. Kein anderes Fundament kann für das Völkerrecht gelegt werden als welches gelegt ist, Jesus Christus ."

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Wohl mag der christliche Leitsatz: ,, Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" vielen als ein Wagnis erscheinen, das im zwischenstaatlichen Leben

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