lich. Arb
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die Lebensdiesem Augenblicke doch mächtiger war als alles andere freude, die Lebenslust! Wir vergaßen alle Sorgen, alles Leid und Elend und sahen nur die Frauen. Nach dem Appell mußten wir stehen bleiben. Der Kommandant kam und hielt folgende Ansprache: ,, Häftlinge! Auf mein Hinwirken habe ich erreicht, daß ihr eine Abwechslung in euer Lagerleben bekommt. Es sind Damen für euch gekommen er sagte tatsächlich Damen und ich hoffe, daß ihr euch ihnen gegenüber anständig benehmt. Jeder, der anderer Meinung ist, wird davon ausgeschlossen. Hineingehen dürfen nur Deutsche . In erster Linie Blockälteste, Capos und die fleißigsten Arbeiter. Preis: eine Mark. Abtreten!"
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Gleich am ersten Abend brachte man den ,, Schönen" ein Ständchen. Die beste Tanzkapelle wurde herangeholt, um die verlockendsten Weisen wie: ,, Schenk mir dein Lächeln, Maria"... ,, Da drunten in der Lobau". ,, Alle Tage ist kein Sonntag" usw. zu spielen. Es schwelgten die Herzen in Seligkeit. Meines auch. Für unser trostloses Dasein war dieser Abend etwas Erhebendes.
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Im Laufe der Zeit merkte ich, daß mit meinen Kameraden eine regelrechte Verwandlung vor sich ging. Seidenhemden, gebügelte Hosen und Ringe waren die äußeren Merkmale, manchmal aber auch ein Schwips. Doch was rede ich soviel über meine Kameraden, ich muß schon gestehen, mich interessierten die Frauen auch. Weniger um mit ihnen in Berührung zu treten sondern vielmehr um davon hielt mich ein gewisser Stolz ab zu sehen, wie sich die ,, Liebe" zwischen den Frauen und Häftlingen weiter entwickeln würde. Kavaliermäßig haben sich fast alle benommen, der eine mehr, der andere weniger. Die Frauen wurden mit Geschenken überhäuft. Kleider, Wäsche, Schmuck und Spirituosen wurden von den Herren Kavalieren reichlich hineingeschmuggelt, ja sogar mancher Braten. Man ließ es sich etwas kosten! Freilich, manchem kostete es, weil er im Organisieren keine Grenze mehr kannte, das Leben. Eifersuchtsszenen waren an der Tagesordnung. Sie gaben denen in der Freiheit nichts nach, schon allein deshalb, weil der Männer zu viele waren. Wenn auch die erste Zeit nur die Deutschen das Vorrecht hatten, so waren es doch etliche Tausend auf nur zehn Frauen. Da die Evastöchter keine Engel waren, haben sie ihre Minderheit reichlich ausgenützt. Sie bevorzugten den, der am meisten organisierte. Und es war köstlich zu sehen, wie die Häftlinge, die am besten über die Frauen schimpften, selbstverständlich als noch kein Bordell im Lager vorhanden war, sich jetzt die Füße um die Frauen wund liefen. Meine freundlichen Leserinnen werden darüber lächeln und sagen: ,, Oh, diese dummen Männer, so sind sie!" Lassen wir sie!. Aber eines darf ich ehrlich bekennen: ich würde nicht den ersten Stein auf sie werfen! Das Lager war eben eine ganz andere Welt. Keiner wußte, ob er den anderen Tag noch erleben würde. Das ist hier so leicht hingeschrieben, doch mit welchen inneren Kämpfen dies verbunden war, um das zu begreifen dazu muẞ man selbst im Lager gewesen sein.
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Nach mehreren Tagen erfuhren wir, daß die Frauen aus dem Lager Ravensbrück kamen. Ihr Leben dort war dem unserigen nicht unähn
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