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Über Mangelerkrankungen auf Grund von Beobachtungen im Konzentrationslager Theresienstadt / A. Wolff-Eisner
Entstehung
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von Avitaminosen mit Megacolon Megösophagus bei der armen Bevölkerung Brasiliens und den von HANSEMANN beschriebenen verlängerten und erweiterten Russendarm.

Die nervösen Symptomenkomplexe bei dieser Erkrankung waren sehr quälend und gegen die Therapie sehr resistent, besonders in Bezug auf völlige Ausheilung, während zeitweise allerdings durch kleine Gaben von Narcoticis z. B. die schweren Hustenattacken zum Stillstand gebracht werden konnten. Leider waren in There­sienstadt praktisch Narcotica nicht vorhanden. Die Darreichung der Narcotica führte bei diesen Patienten, obwohl sie dauernd ge­braucht werden mußten, nicht zur Gewöhnung. Die Hustenanfälle und oesophagealen Erscheinungen beruhten auf einer allgemeinen Reflexüberempfindlichkeit, bei der selbst sonst unterschwellige Ursachen die Anfälle auslösten, die, wie erwähnt, bis zum schwer­sten Glottiskrampf sich verstärken konnten.

Diese Krankheitserscheinungen waren sehr dauerhaft und be­standen oft, wenn auch in abgeschwächtem Maße, sechs Monate und länger nach der Rückkehr zu normalen Ernährungsverhält­nissen fort.

Bei der BERGELschen Erkrankung stehen Überempfindlich­keitserscheinungen so im Vordergrund, daß man veranlaßt wird, zur Klärung der schweren Kachexiephänomene, die bei längerer Dauer auftraten, Ergebnisse von Tierversuchen heranzuziehen. Nach dem, was man in Theresienstadt zu sehen bekam, wird man annehmen müssen, daß das Fehlen von Vitaminen dadurch ab­norme Stoffwechselprodukte entstehen läßt, daß Stoffe fehlen, die zur Durchführung des normalen intermediären Stoffwechsels er­forderlich sind. Der Immunitätsforscher der Zukunft wird diesen Abbauprodukten des eigenen Stoffwechsels sein Interesse zu­wenden müssen.

Ich habe in früheren Versuchen über Überempfindlichkeit zeigen können, daß wiederholte Zufuhr körperfremder Eiweißsubstanzen ( besonders die subkutane) nicht nur zum Schock, sondern auch zum langsamen Tode durch Kachexie führen kann, die mit der There­sienstädter Kachexie durchaus in Vergleich zu setzen sein dürfte. Weiter habe ich zeigen können, daß transponierte, also aus ihrem natürlichen Verband losgelöste Organzellen wie körperfremde Ge­webe sich verhalten. Ist es uns doch u. a. gelungen, Meerschwein­chen durch wiederholte Injektion ihrer eigenen Hoden an anaphy­laktischem Schock zugrundegehen zu sehen. Da Eiweißsubstanzen sich mit chemischen Substanzen kuppeln und schon dadurch die Eigenschaften des körperfremden Eiweißes erlangen, ist es durch­aus wahrscheinlich, daß abnorme intermediäre Stoffwechselpro­dukte, wie sie bei Avitaminose wohl entstehen, zu chronischer Überempfindlichkeitskachexie führen. Diese Kachexie stand in

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