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Über Mangelerkrankungen auf Grund von Beobachtungen im Konzentrationslager Theresienstadt / A. Wolff-Eisner
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Die Krankheiten in Theresienstadt

Die Krankheitsdisposition wird klar, wenn man sich vorstellt, wie man in Theresienstadt ankam, nachdem man zehn Jahre der Entrechtung und der psychischen Torturen durchgemacht hatte. Kober gibt im ,, Roland von Berlin"( 14. 9. 1947) eine fast dichterisch beschwingte Schilderung. ,,... Tausende kamen, nach einer qual­vollen Fahrt in verschlossenen Viehwagen, quer durch Deutsch­ land in Hochsommerglut. Und mit ihnen kamen auch die, denen diese Zeilen gelten: kamen WILLI ROSEN und MAX EHRLICH . kamen CURT GERRON und OTTO WALLBURG ."

,... Und kaum hatten wir, die ,, Alteingesessenen" hier im Kz, den Ankömmlingen helfen können, sich in ihrer neuen Haft ein­zuleben, da kroch auch schon durch die Mauern unserer Festung wieder das grauenvolle Wort, Transport".

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Und mit den Tausenden, die täglich von hier aus ihre Fahrt wie bald wurde uns das Ziel, die Gas­ins Ungewisse antraten kammer, zur Gewißheit! fuhren an einem grauen Herbsttag auch diese vier Männer dahin... ,, Auf Sonderweisung" hieß es in ihrem Transportbefehl. Und was das besagte, das wußten wir. So hoffnungslos auch jeder war, der auf Transport gehen mußte, in irgendeinem Winkel hofft ja auch der Hoffnungslose. Aber ..Sonderweisung" ließ kaum noch einen Zweifel zu.

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... Und nach dem 8. Mai 1945, nach unserer Befreiung durch russische Panzertruppen, da saßen wir wenigen, die es über­wieder bei­standen hatten eine armselige kleine Herde sammen. Noch nicht recht begreifend, was eigentlich geschehen war, daß wir nun ins Leben zurückkehren würden. Und war­teten...

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Sehr verbreitet waren in Theresienstadt die infektiösen Kon­junktivitiden, so häufig, daß zeitweise der größere Teil der Lager­insassen davon befallen war. Sie waren dadurch charakterisiert. daß ihre Ausheilung ungewöhnlich lange Zeit in Anspruch nahm. Oft blieb eine dauernde Augenschädigung zurück, dadurch, daß die Erkrankung trotz sorgfältigster Behandlung auf die Kornea übergriff.

Ebenfalls häufig war die Hemeralopie, begreiflich, wenn man bedenkt, daß der Fettmangel fast ein absoluter war. Die nicht