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Über Mangelerkrankungen auf Grund von Beobachtungen im Konzentrationslager Theresienstadt / A. Wolff-Eisner
Entstehung
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die Verlausung zu beseitigen und das Fleckfieber fernzuhalten, bis mit dem Zusammenbruch 1945 Tausende von Insassen anderer Konzentrationslager nach den berüchtigten Elends- und Hunger­märschen in Theresienstadt eintrafen, vor Hunger völlig abge­magert, verkommen und verlaust. Und diese brachten dann doch den Flecktyphus nach Theresienstadt, da ihre Flutwelle die aus­reichende Desinfektion unmöglich machte.

Weniger erfolgreich war der Kampf gegen die Wanzen und Flöhe. Obwohl unablässig ganze Quartiere und große Kasernen trotz aller Schwierigkeiten der Dislokation der Bewohner perio­disch vergast wurden, war es doch ein tägliches Vorkommnis, daß beim Anstehen zur Essenempfangsnahme Wanzen über die Klei­dung des Vordermannes krochen, oder Wanzen selbst an den Wänden der Hospitäler entlang spazierten.

Man war vielfach der Ansicht gewesen, daß die Flöhe nach dem ersten Weltkrieg ausgestorben seien. Ich wurde in Theresienstadt eines Besseren belehrt. Ich hatte weiter geglaubt, persönlich gegen Flöhe eine Art Immunität zu besitzen, da ich bis zum 65. Lebens­jahr, auch als Assistent der Berliner Universitäts- Poliklinik, nie­mals einen Flohstich aufgewiesen hatte. Theresienstadt zeigte mir auch hier die Relativität einer solchen Immunität.

Es ist in Theresienstadt nicht nachgewiesen, daß Flohstiche und Wanzenbisse irgendeine Krankheitsübertragung bedingen. Aber trotzdem ist dieses Ungeziefer am Zustandekommen der Morbidi­tät beteiligt. Wanzen und Flöhe verhinderten den Schlaf, und diese Störung der Nachtruhe bedeutete eine schwere Schädigung! Viele Menschen schliefen, um den Wanzen zu entgehen, bis spät in den Herbst hinein auf offenen Höfen. Die Flöhe waren so zahlreich, daß in vielen Fällen der Körper aussah, als wenn er von Masern befallen wäre, und die eine klinische Rarität gewordene Floh- Purpura war etwas Alltägliches geworden.

Sehr schlimm waren die Klosettverhältnisse, auf die wir des be­sonderen Zusammenhanges wegen bei der Enteritis, der gefürch­teten theresianischen Krankheit, und beim Typhus zu sprechen kommen werden.

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