ugen Inge- chun- e die ; Ge- legen, varen
kam terio- unter seben
r sich st ein kran- tzung AsIen- t war Dazu Bsjen- - | der Über-
oder hatte ıd er- ‚ß. die
allzu
Obst,-
‚ Hat
‚reich
ands- ‚hen gehen ‚ den erste
e med.
schädigte. Man hat Tote aus diesen Zügen herausgeholt und es ist als ein Wunder anzusehen, daß dies nicht viel öfter vorkam.
Die krankmachenden Faktoren in Theresienstadt waren: die unzureichende Ernährung, che Art der Unterbringung und-die damit in engster Verbindung stehende beispiellose Ungeziefer- plage. Die Ernährungsmenge war nach der Arbeitsleistung sehr differenziert gestaffelt. Für Kranke etc. bestand ein sehr kompli- ziertes Zubußensystem. Aber man konnte Ja nicht mehr geben, als die Lagerleitung zubilligte, und was dem einen gegeben wurde, mußte dem andern genommen werden. Nebenbei mußte noch bei der Lage der Verhältnisse mit einem starken Kalorienverlust der Nahrung im inneren Betrieb selbst gerechnet werden. Dieser Ab- sang an Nahrung nahm manches Mal die Form des„Großhandels“ an. Es bestand so ein ausgesprochener Schwarzhandel, an dem, wie schon erwähnt, nur teilnehmen konnte, wer das Risiko auf sich ge- nommen hatte, Geld mitzunehmen. Am schlechtesten standen unter_ diesen Umständen die alten Leute da, die nicht mehr arbeitsfähig waren. Hieraus erklärt sich ihre übergroße Mortalität, ganz ab- gesehen davon, daß sie an sich Mangelernährung am schlechtesten vertragen.
Die Unterbringung spottete für die Mehrzahl der Insassen jeder Beschreibung. Wem Zahlen etwas sagen, möge Kenntnis davon nehmen, daß 1,54 qm Bodenfläche in den Quartieren- auf den ein- zelnen Bewohner kam. Das heißt, die Betten mußten doppelt oder dreifach übereinandergetürmt werden, oft mußte ohne Zwischen- raum das Nachbarbett sich anreihen. Alles andere ergibt sich aus dieser Situation. Man denke sich das Ganze noch auf Festungs- kasematten oder an sich schon unhygienische Bürgerwohnungen aus dem 18. Jahrhundert übertragen, und man wird sich vorstellen können, wie dunkel die Räume waren, wie schlecht ventiliert und vieles mehr.
Besonders schwierig war die Tätigkeit der sogenannten Block- ärzte, die ihre Kranken so im zweiten oder dritten Bettstock unter- suchen mußten. Da die profusen Diarrhöen zu den häufigsten Er- krankungen gehörten und diese Kranken meist zu schwach waren zu turnerischen Kunststücken und zum Aufsuchen der oft weit entfernten Toiletten— sapienti sat.
In den Krankenhäusern standen wenigstens die Betten nicht iibereinander.;
Unter diesen Umständen entwickelte sich eine ungeheure Un- gezieferplage. Zwar stand die sogenannte Entwesung auf einer hohen Stufe, und die Desinfektions- und Vergasungsanstalt, die aus einer ehemaligen Brauerei improvisiert wurde. war eine Sehenswürdigkeit. Es gelang dieser von Dr. PICK, einem früheren Mitarbeiter des Kaiser-Wilhelm-Instituts geleiteten Organisation,
3


