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Die Theresienstädter..Sonderkrankheiten" Bearbeitet in Gemeinschaft mit Dr. ALEXANDER HERMANN, Theresienstadt, dann Prag .
Kam man neu nach Theresienstadt, so hörte man sehr bald von der Theresienstädter Enteritis, die sehr gefürchtet war und zahllose Opfer forderte. Aus der mitgeteilten Mortalitätsstatistik kann man ersehen, welche Rolle diese Enteritis bei der Sterblichkeit spielt. Ihre Rolle in der Morbiditätsstatistik war natürlich eine ungleich höhere, weil eine Reihe von Personen wieder gesund wurde, und unter allen Umständen der Tod erst nach verschiedenen Attacken erfolgte. Die Th.- Enteritis war ein sehr kompliziertes Phänomen. Die Zahl der Schädigungen, die auf den Körper einwirkten, war zu groß, als daß man eine als Ursache bezeichnen durfte. Nachdem wir sehr viele Fälle in allen Stadien des Verlaufs gesehen haben, sind wir zu der Ansicht gekommen, daß die Th.- Enteritis zu den ausgesprochenen„ Mangelkrankheiten" gehört, daß die bakteriellen und anderen schädigenden Einwirkungen nur zu den auslösenden und begünstigenden Faktoren gehörten, daß also die charakteristische und tödliche Th.- Enteritis sich zunächst aus einer zwar schweren, aber gewöhnlichen Enteritis entwickelte.
Die Schädigungen beruhten nicht nur in der zu geringen Menge der zugeführten Kalorien, dem Eiweiß- und Fettdefizit, der ungenügenden Zufuhr von Vitaminen, sondern auch in der gelegent-. lichen Verabreichung unzweckmäßiger oder verdorbener Nahrung. Die 5000 Krankenbetten in Theresienstadt, von denen ich berichtete, waren eine anerkennenswerte Leistung. Aber auf der andern Seite nahmen sie den Lagerinsassen den an sich schon beengten Platz weg. Es wäre also alles darauf angekommen, durch prophylaktische Maßnahmen die Morbidität nach Möglichkeit zu verringern. Das ist unserer Ansicht nach nicht in ausreichendem Maße geschehen. Die gleiche Tatkraft gegen die Enteritis angewandt, wie auf dem Gebiet der ,, Entwesung" hätte zu großen Erfolgen führen können.
Gewöhnliche bakterielle Enteritis entstand, wie schon erwähnt, durch unzweckmäßige Nahrung, unter Umständen auch durch verdorbene, und zweitens durch mit Krankheitserregern infizierte Nahrung. Der erste Faktor war am schwersten zu ändern. Es wäre u. a. vor allem darauf angekommen, die gefürchteten ..leeren" Mittagssuppen abzuschaffen, wobei man den verbreiteten Korruptionserscheinungen zu Leibe hätte gehen müssen. Was die durch Krankheitserreger verdorbene Nahrung anbetrifft, so fehlte es an der erforderlichen Belehrung und Beaufsichtigung
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