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Über Mangelerkrankungen auf Grund von Beobachtungen im Konzentrationslager Theresienstadt / A. Wolff-Eisner
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zeigten, aber immerhin im wesentlichen bekannten Krankheits­bildern glichen. Wir kommen jetzt zu Krankheitsbildern, die für Theresienstadt charakteristisch waren, sonst nicht vorkommen oder selten sind, während sie dort in größter Häufung vorkamen.

In Theresienstadt war nämlich alles anders, selbst der Tod! Die Griechen haben den Tod nicht als Knochengerippe, sondern als Genius mit einer verlöschenden Fackel sich gedacht. Diesem Bilde entsprach oft der Tod in Theresienstadt. Denn oft, sogar meist, glich der Tod einem Lichte, das auslöscht, weil das Öl verbraucht ist. Noch eben hatte der Kranke sich an der Unterhaltung beteiligt, dann sank er ohne erkennbare Ursache um und war verschieden. Besonders merkwürdig war, daß die Kranken sehr häufig vor dem Tode aus dem Bett auf den Boden fielen, und es galt dies als ein signum pessimi ominis. Ich entsinne mich nicht, ähnliche Vorgänge in meiner sonstigen ärztlichen Tätigket beobachtet zu haben.

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