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Über Mangelerkrankungen auf Grund von Beobachtungen im Konzentrationslager Theresienstadt / A. Wolff-Eisner
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Kurve. Dieses Vorgehen erfordert aber so lange Zeit, daß meist dann auch schon meist klinisch die Diagnose gesichert ist.

Es ist interessant festzustellen, daß trotz bestehender schwerer hygienischer Mißstände auch in den Krankenhäusern, es auch hier gelungen ist, der Typhusepidemie Herr zu werden. Die Hauptrolle dürfte dabei auch hier der Typhus - Schutzimpfung zukommen. Die­ser Erfolg wurde erzielt, obwohl die Personen über 65 Jahre nicht geimpft wurden, und auch sonst eine Reihe von Personen es fertig brachte, sich der Impfung zu entziehen. Man hat auch nicht fest­stellen können, daß dieser Personenkreis besonders stark von Typhuserkrankungen heimgesucht worden wäre. Man könnte dies sehr wohl als Beweis gegen die Wirksamkeit der Typhus - Schutz­impfung anführen, besonders da umgekehrt auch hier eine größere Zahl von Schutzgeimpften an Typhus erkrankt ist. Der inzwischen leider verstorbene Dozent MORGENSTERN hatte eine ganz ge­naue Statistik über diese Fälle aufgestellt und mir zugänglich ge­macht. Sie ist aber, wie so vieles andere wertvolle Material, zu Ver­lust gegangen. Aber bei sorgfältigster Abwägung aller Verhältnisse komme ich zu dem Schluß, daß kein anderes Moment gefunden werden kann, welches das Aufhören der Epidemie erklären könnte. Man kann nicht sagen, daß etwa die Epidemie zum Er­löschen gekommen ist, weil alle für Typhus Empfindlichen schon an Typhus erkrankt waren. Die deutsche Regierung bzw. die Gestapo sorgte sowohl durch Abtransport von Lagerinsassen wie durch dauernde Zufuhr neuer aus ihrer Heimat evakuierter Per­sonen für eine erhebliche Fluktuation der Bevölkerung.

Die Häufigkeit der Recidive in Theresienstadt geht daraus her­vor, daß z. B. in einer Typhus- Station unter 80 Patienten gleich­zeitig 5 Recidive vorhanden waren, in einem Fall war es sogar zum 2. Recidiv gekommen, und die Recidive begannen öfter, wie cine Neuerkrankung mit typischen Roseolen!

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An toxischen Nachkrankheiten wurden Polyneuritiden, Arthri­tiden von Poncet- Charakter, oftmals schwere, gegen die Therapie resistente Ödeme beobachtet. Sie, waren prall gefüllt, die Haut prall und glänzend. Sie kombinierten sich oft mit Hungerödemen, zu denen in Theresienstadt ja auch ohne die durch den Thyphus bedingte Nahrungseinschränkung die Disposition vorhanden war. Weiter kam es des öfteren zu Störungen des vegetativen Systems, zu starken Erscheinungen von Vasolabilität. In einem Fall schwitzten die Finger des Kranken so stark, daß Schweißperlen auf der Haut standen. Der Rumpel- Lehde war positiv, selbst bei nur leichter Abschnürung der Extremität wurde diese leichenblaf und bei Lösung der Umschnürung schoß das Blut wie eine Flut in die Extremität hinein.

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