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Über Mangelerkrankungen auf Grund von Beobachtungen im Konzentrationslager Theresienstadt / A. Wolff-Eisner
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gegen waren Recidive sehr häufig, und sind auch hier so un­erklärlich geblieben, wie sonst. Natürlich müssen sie mit den immunbiologischen Verhältnissen zusammenhängen. Dabei wird uns klar, daß die immunbiologischen Verhältnisse auch nicht ein­mal beim normalen Ablauf des Typhus bisher klargestellt sind. Wenn man bedenkt, daß die PFEIFFERsche Entdeckung der bak­teriolytischen Immunität vorwiegend an mit Typhus und Cholera infizierten Tieren gemacht ist, erscheint dies einem zunächst völlig unverständlich.

Es ist dies aber nicht so unverständlich, wie man zunächst denkt. Die PFEIFFERsche Technik ist sehr schwierig, und die ge­ringste Abweichung von der vorgeschriebenen Technik macht die Resultate gleich völlig wertlos. Aus diesem Grunde sind eine Reihe von Veröffentlichungen in der Literatur nicht verwendbar. Die Versuche können nur an einem Institut gemacht werden, welches sich speziell, und eine Zeitlang ausschließlich mit dem Studium der Typhus - bzw. Cholera- Immunität befaßt, weil die Konstanthaltung der Virulenz der verwendeten Bakterien­stämme eine fortgesetzte Arbeit erfordert.

Daß diese wichtige Arbeit bei der Typhuserkrankung bisher nicht geleistet worden ist, liegt daran, daß RICHARD PFEIFFER relativ wenig klinische Interessen hatte. Zudem leben jetzt nur noch ganz wenige Forscher, die bei und unter ihm die Technik gelernt haben. Es würde an der Zeit sein, diese Unterlassung nachzuholen, da diese Versuche wahrscheinlich allein das Rätsel der Typhus - Recidive würden aufklären können.

Die Agglutinine haben wahrscheinlich weniger Bedeutung für den Ablauf der Typhuserkrankung. Trotzdem ist die Beobachtung des Verlaufs der Agglutinationskurve natürlich wünschenswert. Übrigens war es in Theresienstadt auch nicht erlaubt, gemäß dem oben erwähnten Verbote, bakteriologische und serologische Arbei­ten auszuführen, die Agglutinationsprobe beim Typhus anzu­stellen, auch nicht unter Benutzung des FICKERschen Reagens, das bekanntlich nur abgetötete Bakterien enthält.

Sehr erschwert war bei dieser Epidemie die Typhus - Diagnostik. ( Es sei übrigens bemerkt, daß, wenn auch mit großen Verzögerun­gen und nicht ganz zuverlässig, Blutproben zur Feststellung der Agglutination nach Prag gesandt werden konnten.)

Die Schwierigkeit der Diagnosenstellung des Typhus beruhte darauf, daß die Typhus - Schutzimpfung in größtem Umfang durch­geführt worden war, und die Agglutinationsprobe daher auch beim positiven Ausfall keine maßgebende diagnostische Bedeutung haben konnte. Verwendbar waren daher nur über längere Zeit sich erstreckende Agglutinationskurven, die sogenannte dynamische

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