Druckschrift 
Über Mangelerkrankungen auf Grund von Beobachtungen im Konzentrationslager Theresienstadt / A. Wolff-Eisner
Entstehung
Seite
10
Einzelbild herunterladen

gegen w erklärlic

immunb

uns klan mal bein Wenn m

teriolyti

infiziert

unversta

T

Es ist

denkt. I

Die mangelnde Resistenz gegenüber Infektionen zeigte sich be sonders auch bei den durch die Eiter- Erreger bedingten Erkran­kungen. Schwere, lange Zeit andauernde und der Therapie trotzende Furunkulosen waren an der Tagesordnung, oft kam es zu schweren Karbunkeln. Aber auch sonst war die sonst vor­handene Widerstandsfähigkeit gegenüber eitrigen Infektionen er­heblich herabgesetzt. Bei subkutanen und vor allem intramusku­lären Injektionen mußte hier im Konzentrationslager allerstrik­teste Asepsis beobachtet werden, da man sonst sofort Eiterungen und schwere Abszesse erlebte. Es wurde dies von allen Ärzten so sorgsam durchgeführt, daß solche Vorkommnisse später ganz selten wurden. Die gleiche Sorgfalt mußte jeder kleinen Hautver­letzung zugewendet werden, da es sonst fast ausnahmslos zu lang­wierigen Phlegmonen etc. kam. Aus gleicher Ursache sah man schon auf der Straße an den oft nicht mit Strümpfen bekleideten Beinen schwere impetiginöse Prozesse, die sich auch über den ganzen Körper verbreiteten. Die Behandlung war besonders schwierig, weil die durch das Ungeziefer bedingten Kratzeffekte die Infektion auf immer weitere Stellen des Körpers überimpften. Zu der hohen Morbiditätsziffer trugen auch besonders die Broncho- Pneumonien bei. Wie viel Anteil an ihrem Zustande­kommen das Klima von Theresienstadt, die Staubplage, die Woh­nungsverhältnisse, die weit verbreitete Herzschwäche etc. hat, wieviel durch infektiöse Momente und durch das Absinken der Immunität bedingt ist, läßt sich beim Fehlen entsprechender Untersuchungen schwer sagen. Aber es ist am wahrscheinlichsten, daß das Zusammenwirken aller dieser einzelnen Momente ver­antwortlich zu machen ist. Die Erkrankungen gingen meist mit sehr hohem Fieber einher. Die Diagnose war oft schwierig, weil der lokale Befund über der Lunge ein sehr geringer sein konnte. Diese Broncho- Pneumonien trugen natürlich erheblich zur Er­höhung der Mortalität bei, aber doch nicht in dem Maße, wie man es nach der Zahl der Erkrankungen hätte annehmen sollen. Es ist anzunehmen, daß die Sulfonamid- Therapie oft dazu beigetragen hat, den tödlichen Ausgang zu vermeiden. So kommt es, daß eine größere Anzahl von Lagerinsassen 5-6 mal eine solche Pneumonie durchgemacht hat, wobei allerdings die Frage aufgeworfen werden muß, ob etwa die Sulfonamid- Therapie das Auftreten solcher Recidive begünstigt.

ringste

Resultat

Reihe v

Die Ve

Eine besondere Besprechung verdient der Typhus, weil eine große Epidemie in den Jahren 1942 und 1943 herrschte. Ich hatte im ersten Weltkrieg in einem Seuchenlazarett an der Front so viele Verlaufsarten des Typhus kennengelernt, und konnte hier keine Sonderheiten feststellen, die auf die besonderen Bedingun­gen des Konzentrationslagers zurückgeführt werden müßten. Da­

10

welches

Studium

Konstan

stämme

Daß

nicht ge

relativ

noch ga

gelernt

Bachzu

der Ty

Die

den Ab

des Ver

Übrigen oben er

ten aus

stellen, das bek

Sehr

( Es sei

gen un

Agglut

Die

darauf

geführt

positive

haben

erstreck