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Über Mangelerkrankungen auf Grund von Beobachtungen im Konzentrationslager Theresienstadt / A. Wolff-Eisner
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Tuberkulose sich oft aktiviert, auf einer Station von Typhus­Rekonvaleszenten in 40 Fällen den Tuberkulintiter geprüft. Wir glauben, daß der positive Ausfall der Tuberkulin- Reaktionen durch humorale( lytische) Antikörper bedingt wird und nehmen an, daß die Unempfänglichkeit( Immunität) gegen Tuberkulose diesem Antikörpergehalt weitgehend parallel läuft. Wir sehen nach Infektionen, besonders Masern und Keuchhusten, dies Auf­flackern tuberkulöser Prozesse und stellen konstant dabei ein schlagartiges Absinken des Tuberkulintiters( also nach unserer Ansicht der Tbc- Antikörper) fest. Der Ausfall des Versuchs ent­sprach unseren Erwartungen. Nur in einem Fall war die normale Empfindlichkeit gegen Tuberkulin vorhanden, d. h. der Pirquet positiv, und dementsprechend eine intrakutane Tuberkulin- Re­aktion auf 106 gleich 1: 1 000 000 vorhanden. Bei 28 Patienten aber war gegenüber Tuberkulin- Lösungen 105 und 104 völlige Anergie vorhanden. Die positiven Reaktionen, selbst auf diese relativ starken Tuberkulin- Konzentrationen, waren selten und zeigten dann meist exsudativen und flüchtigen Charakter. Also fast aus­nahmslos ist der Tuberkulintiter, d. h. die Tuberkulin- Empfindlich­keit, herabgesetzt, und die Reaktionsform nach der ungünstigen Seite verschoben. Man muß daraus den Schluß ziehen, daß Typhus - Rekonvaleszenten sorgfältig vor Berührung mit offenen Tuberkulösen geschützt werden müssen, und daß man Typhus­Rekonvaleszenz erst dann als abgeschlossen betrachten darf, wenn die alte Tuberkulin- Empfindlichkeit sich wiederhergestellt hat.

Eine Ergänzung finden diese Versuche durch weitere, die mit Tuberkulin, Diphtherie- Gift und Typhus - Impfstoff 1:30 und 1: 100 bei Moribunden, ebenfalls intrakutan angewandt, angestellt wurden. Auf Diphtherie - Gift- traten in üblicher Weise Reaktionen auf, während sie auf die intrakutane Injektion von Tuberkulin und Typhus - Impfstoff ausblieben. Wir schließen daraus, daß die giftbindenden Seitenketten( Receptoren) an den Zellen noch vor­handen sind, während die Bildung der lytischen Antikörper schon insuffizient ist. Hieraus erklärt sich, daß die Reaktionen auf Tu­berkulin und Typhus - Impfstoff, welche an das Vorhandensein von Antikörpern geknüpft sind, ausbleiben.

Es seien einige Fälle von starken Reaktionen nach Typhus­impfung und von Schädigungen mitgeteilt.

Dr. GORSKI hat in 5 Fällen nach der ersten Schutzimpfung Temperaturen von 390 und Schüttelfrost beobachtet, nebenbei ein Beweis, daß lytische Antikörper schon vor der Schutzimpfung vor­handen sind!

Nach Typhus und nach Schutzimpfung sahen wir wiederholt die Aktivierung von Tbc- Herden, und zwar so schwere, daß sie zum Tode führten. Im Falle von Dr. Samek handelte es sich um einen

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