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Über Mangelerkrankungen auf Grund von Beobachtungen im Konzentrationslager Theresienstadt / A. Wolff-Eisner
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klinisch als geheilt angesehenen Lungenfall. Nach der 2. Typhus­Schutzimpfung kam es zu Schüttelfrost, die Temperatur stieg auf 38,2, dann wurde die Temperatur dauernd subfebril, dann aber wurde das Fieber remittierend und erreichte oft 390. Der Patient erhielt wegen der Möglichkeit, daß Sepsis vorliege, 70 g Eleudron und verschiedene Bluttransfusionen( bis 1500 g zusammen). Vor-­übergehende Besserung, schließlich entwickelte sich eine kaver­nöse Phthise.

Eine Dame( Reich) 2**), die 7mal(!) gegen Typhus geimpft wurde, reagierte jedesmal mit 390, ein deutscher Arzt( Dr. Ritter) wies 400 auf. Auf der Station von Dr. FISCHER trat nach Darreichung von Typhoral ein typhusähnliches Krankheitsbild auf. Die Tem­peraturen gingen eine Nacht axillar bis 38,2 und es bestand starke Milzschwellung.

Dr. WEISS beobachtete nach Typhusimpfung das Wiederauf­flammen abgeheilt gewesener Vaccinepusteln.

Ich glaube, man kann das Auftreten so schwerer Reaktionen nach der Typhusimpfung vermeiden, wenn man Typhus - Impfstoff­verdünnungen( 1:30, 1: 100) vorher auf die Hautreaktivität intra­kutan prüft. In mehreren Fällen ging jedenfalls die Hautempfind­lichkeit der allgemeinen Reagibilität parallel. Es verdient dieses ungefährliche Verfahren eine Nachprüfung, noch mehr vielfache Anwendung, da inzwischen die Mitteilungen über Schädigungen nach Schutzimpfung sich häufen, die auf diese Weise vermieden werden können.

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Es muß offen gesagt werden, daß unter den Theresien­städter Verhältnissen eine erhebliche Anzahl von Personen der Schutzimpfung zum Opfer gefallen ist; sei es, daß dieser Impf­stoff besonders kräftig war- in Südwest- Afrika hatte die Typhus­Schutzimpfung seinerzeit z. B. auch viel schwerere Reaktionen ge­geben, als ich sie im ersten Weltkrieg bei den von mir durch­geführten Typhus - Schutzimpfungen feststellen konnte sei es, daß man mit der Typhus - Schutzimpfung an den Organismus der meist sich im elenden Zustand befindlichen Personen zu große An­forderungen stellte. Es wird ganz allgemein bei diesen Schutz­impfungen, die im Gegensatz zur Serum- Therapie, eine aktive Immunisierung darstellen, vergessen, daß Anforderungen an den Organismus gestellt werden, und daß eine solche Schutzimpfung ( mindestens) dem Überstehen einer leichten Infektionskrankheit gleichzusetzen ist. In Theresienstadt gab es dann noch, oft fast gleichzeitig, andere aktive Immunisierungen, wie Pocken- Impfung, Diphtherie- Schutzimpfung etc., und man wird wohl, auch unter

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2) Sie litt ausserdem an einem leichten Spitzenkatarrh, der auf die intra­kutane Injektion von 0,1 ccm Typhus- Vaccine 1:30 eine Herdreaktion zeigte. Man wird sich vorstellen können, wie hier die subkutane Injektion von 1 ccm der 30% so starken Vaccine gewirkt hätte!

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