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gen?' die Melodie von, Wenn ich einmal soll scheiden' führt. Welch herrliche, tiefe Sinnbildlichkeit! Krippe und Kreuz stehen nicht weit voneinander.... Denkt an mich, ohne Beschwernis Eures Gemüts, in der heiligen Nacht, wenn Ihr Ihn in die Seele aufnehmt! Wir wollen dann alle zu Ihm hinknien und sprechen:, 0 Kindelein, von Herzen will ich Dich lieben sehr in Freuden und in Schmerzen, je länger mehr und mehr...
Tagebuchnotiz vom 24. Dezember 1944( An Vigil von Weihnachten , als die Tochter bei einem Besuch im Gefängnis verborgenerweise das Sakrament mitbrachte.)
... Man muß nur an die Wunder der Gnade und Barmherzigkeit des Heilandes glauben: sie werden an uns gewirkt! Und gestern kam Er zu mir in dieses Haus der Schmerzen durch mein eigenes Kind. Wie habe ich mich die Monate her nach Ihm gesehnt, wie auf Ihn gewartet! O Weihnachtsglück! Ich werde jetzt im Frieden des Gotteskindes an seiner Krippe knien und Ihm anbetend danken dürfen für dies wunderbare Zeichen seiner besonderen Liebe.*)
Brief vom 25. Dezember 1944 An die Frau
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.. Weihnachten ist ja an sich kein Idyll... Und so versöhnt uns sein heilig großer Sinn: daß hier Einer zu Schmerzen und zu einem Dasein des erlösenden Leides geboren wurde, mit dem, was Gottes Rat uns in diesem Jahre zumaß. Bei Euch und auch bei mir sind Tränen geflossen; warum sich ihrer schämen? ,, Weh dem, der keine Tränen hat!" Doch was mich anlangt, so muß ich dazu sagen: es waren mehr Tränen der Freude und des Glückes als des Leids. Mir ist in diesen zwei Tagen das Übermaß der ganzen, wirklich unergründlichen Liebe Gottes gewiß und spürbar geworden,... so, daß ich jetzt wirklich weiß, wie innig sich die Liebe Got tes um jedes Einzelne von uns kümmert, ja mehr: wie wir alle, in allem und allezeit von ihr getragen sind. Ist es nicht wie im Märchen, wenn da mit einemmal am Tage vor der Vigil unser Kind vor mir stand, lächelnd und weinend, strahlend vor Güte, Mitleid, Glück und froher Weihnachtszuversicht?... Dich brachte sie mit im Bilde und Abbild, die Heimat und die ganze selige Fülle, die das Gotteskind denen schenkt, die es lieb hat.
*) Diese Andeutung und einige Stellen im folgenden beziehen sich auf die heimliche Überbringung des eucharistischen Brotes durch die in der Tracht einer Rotkreuzschwester den Vater besuchende Tochter. Dem scharf aufpassenden Beamten der Ge stapo entging der geschickt verhüllte Vorgang völlig. Herzensmutige Berliner Frauen sorgten dafür, daß dem Gefangenen und seinen Kameraden in der Weihnachts- und in der Fastenzeit das Sakrament regelmäßig in die Zelle gebracht wurde, ohne dak die Wächter von SS und SD etwas ahnten.
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