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das dieser entsetzensvolle Krieg mit Not, Tod, Elend und Vernichtung bringt. Laß uns starkmütig werden und leidensbereit! Wir wollen ohne Murren unser redlich Teil an diesem Weltleid tragen. Und wir wollen darüber hinaus noch Herzen und Hände offen halten für das Leid der andern, damit aus dem tapferen Füreinander Linderung der Schmerzen sprieẞe und damit Deiner Liebe Geist wieder Macht gewinne unter Deinen durch Not verbitterten und entzweiten Kindern. Wir dürfen doch nicht umsonst Deinen Namen tragen! Mache uns stark in heiliger Zuversicht! Und erhalte unser Herz in banger Unruhe um das Heil der Seelen! Laß uns selber den Weg zu Dir finden aus dem Dunkel dieser Welt! Ziehe auch die vielen an Dich, deren Herzen in Versuchung oder Wirrnis Deiner rufenden Güte sich versagen! Alle sind ja Deine Kinder und unsere Geschwister, und wir wollen sie zuletzt daheim wissen in Deiner Liebe und im Hause Deiner seligen Ewigkeit auch um den Preis eigener Opfer und Schmerzen. Erbarme Dich ihrer und unser aller, für die Dein heiliges Blut erlösend geflossen ist. Entzünde in uns Deine Liebe!
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Und dies noch, o Herr: laẞ Dich erinnern an Dein eigen Wort: ,, Eine größere Liebe hat niemand, als wer sein Leben dahingibt für seine Freunde". Vergilt unseren Soldaten nach diesem Deinem Wort. Gib den Kämpfenden Kraft, den Wunden Linderung! Den Sterbenden leuchte das Zeichen Deiner Erlösung als frohe Verheißung Deines ewigen Reiches!
In diesem Reiche Deines ewigen Lichtes laß alle sich wiederfinden, die Dich lieben und die nach Deiner Herrlichkeit Verlangen tragen! Amen.
Brief( Weihnachtsbrief) vom 10. Dezember 1944 An die Frau
.. Sollen wir kleinmütig werden, wenn oder weil nun Kummer und Leid hinzukam in diesen Monaten? Nein, wir wollen es in unsern Dank mit hineinnehmen, tapfer und ganz fest entschlossen! Die Myrrhe des einen der Könige war dem Gott in der Krippe nicht weniger lieb als das Gold und der Weihrauch der zwei andern Weisen. Ja, ich meine fast, wir dürfen in diesem Jahre sogar etwas näher bei ihm knieen, vor Seiner Krippe im armen Stall, weil Seine Weisheit uns ein wenig unter die ,, Herzgebeugten" gereiht hat, die seinem Herzen gewiß am nächsten stehen. O freuen wir uns dieses Krippenopfers, das wir... Ihm darbringen können und bitten wir Ihn, daß Er es Seinem eigenen Leid zufüge und der armen Welt zu Heil und Trost werden lasse Nein, wir wollen nicht meinen, mit unserer Last nun den Mittelpunkt der Welt zu bilden; wir wollen Ihn nur ganz schlicht bitten, daß er unser Leid als unser Herzopfer annehme und segne. Es hat mich immer schon im Innersten ergriffen, daß im Weihnachtsoratorium J. S. Bachs der Text, Wie soll ich Dich empfan
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