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Bösewicht,
tritt ins Licht,
vor Gericht.
Trug und Verrat,
arge Tat,
Sühne naht.
Mensch, o merke,
heilige Stärke
ist richtend am Werke.
Jauchzt und sprecht:
Treue und Recht
einem neuen Geschlecht!
Himmel, versöhne
zu Frieden und Schöne
die Erdensöhne.
Erde, gedeih,
Mensch, werde frei,
sei frei!
Ich habe mich plötzlich aufgerichtet,
als hätt' ich von sinkendem Schiffe Festland gesichtet,
als gäbe es etwas zu fassen, zu greifen,
als sähe ich goldene Früchte reifen.
Aber wohin ich auch blicke, greife und fasse,
ist nur der Finsternis undurchdringliche Masse.
Ich versinke in Grübeln.
Ich versenke mich in der Finsternis Grund.
Du Nacht, voll Frevel und Übeln,
tu' dich mir kund!
Warum und wie lange zehrst du an unsrer Geduld? Tiefes und langes Schweigen;
dann hör' ich die Nacht zu mir sich neigen:
Ich bin nicht finster, finster ist nur die Schuld!
Die Schuld! Ich höre ein Zittern und Beben,
ein Murmeln, ein Klagen sich erheben,
ich höre Männer im Geiste ergrimmen
in wildem Gewirr unzähliger Stimmen, ein stummer Chor
dringt zu Gottes Ohr:


