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Halt Wacht im Dunkel / Hiltgunt Zassenhaus
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Fuchs lächelt zufrieden. ,, Ganz recht so! Nur keine Umstände machen! Den Norwegern fehlt nur eins, und das ist Arbeit. Ich schicke sie daher mit Vorliebe nach Schülp . Das ist ein Torfkommando, das Sie auch noch kennenlernen werden." Seine Stimme bekommt einen eisigen Klang. ,, Übrigens Mitleid ist hier nicht angebracht und kann Ihnen unter

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Umständen teuer zu stehen kommen."

Es klopft.

,, Was gibt's?"

Hauptwachtmeister Rabbeler kommt herein. Er meldet: ,, Ich habe die Leute vorgeführt."

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Und während ich noch draußen auf dem Gang von Rabbeler aufgehalten werde, fertigt drinnen bereits die krächzende Stimme die ersten Gefange­nen ab: ,, Du Lump! Steh gefälligst gerade, wenn ich mit dir spreche! Was du frierst? Darum willst du dich tagsüber in die Wolldecke gewickelt haben?- Und das im Sommer? Daß ich nicht lache!" Wirklich klingt ein heiseres Lachen auf. ,, Ich wäre froh, wenn ich bei der Hitze eine Zelle nach Norden hätte. Nun, im Keller wirst du dir das Frieren schon abgewöhnen. Zu Hause in Norwegen liegt ihr das ganze Jahr in Eis, und hier wollt ihr uns erzählen, daß ihr mitten im Sommer friert--"

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Immer drückender wird die Sommerhitze. Der Pfarrer und ich sind auf dem Wege nach dem Außenkommando Schülp .

Fuchs hat gesagt, daß man in Schülp das Arbeiten lerne.

Schülp liegt mitten in Holstein. Von einer kleinen Bahnstation ist es noch eine Stunde Fußmarsch.

Der Himmel ist von schweren Wolken verhängt. Ein Gewitter zieht herauf. Erst geht es eine holprige Landstraße entlang. Dann biegen wir querfeldein. Tiefes Schweigen ist um uns. Es ist ein Sonntagnachmittag.

Endlich kommen wir zu einer langgezogenen Baracke. Sie ist umgeben von einem hohen Stacheldrahtzaun. Wie tot liegt sie da, als ob kein menschliches Wesen sie bewohne.

An der Holzumrahmung der Stacheldrahttür hängt eine lange Schnur. Darunter steht mit Bleistift gekritzelt: Glocke. Als ich sie ziehe, bricht jenseits des Stacheldrahts ein ohrenbetäubendes Gebell los. Unheimlich durchschneidet es die Stille. Jetzt entdecke ich auch den Wolfshund, der wie rasend aus seiner Hütte springt. Er zerrt an der Kette. Die weißen Zähne blitzen.

,, Na, sollen wir ihn losmachen?" sagt der Wachtmeister, der uns öffnet. ,, Wo ist der Lagerkommandant?"

,, Mit dem Auto unterwegs. Dienstlich. Ich kann ihn aber anrufen. In wenigen Minuten wird er hier sein."

Mir fällt ein, daß ich vor der Wirtschaft im Dorfe einen Dienstwagen stehen gesehen habe.

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