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digen Heimatbehörde. Da der Aufwand des einzelnen Häftlings Kost, Kleidung, Wäsche und Unterkunft von der SS selbst mit nur 60 Pfennigen täglich berechnet wurde, ergab sich für die SS pro Häftling ein Gewinn von 1,90 RM im Tag. Allerdings nur für den reichsdeutschen Häftling. Die Hunderttausende von ausländischen Arbeitskräften brachten, sofern sie in SS - Betrieben tätig waren, außer ihrer Arbeit nichts ein, aber auch diese Arbeitsleistung war noch beträchtlich mehr wert als das, was dem Häftling dafür geboten wurde. Dieser durch rücksichtslose Ausbeutung der Häftlingskraft erzielte Gewinn erfuhr noch eine beträchtliche Steigerung dadurch, daß für sämtliche in der Privatindustrie, also nicht in SS - Betrieben, tätigen Häftlinge von den Unternehmern ein Tagewerklohn in Höhe von 6,00 RM für den Fach- und von 4,00 RM für den Hilfsarbeiter an die Kasse der SS bezahlt werden mußte. Von diesem Verdienst eines Facharbeiters, der sich im Monat auf 180 RM belief, erhielt der Häftling ab 1943 eine Leistungsprämie in Höhe von bestenfalls 40 RM. Rechnet man dazu die 60 Pfennige täglich, die der Häftling dem Lager kostete, so belief sich der Gesamtlohn des Häftlings auf monatlich 58 RM. Den Rest seines Verdienstes, 120 und 75 RM, die die Heimatbehörde bezahlte, also insgesamt 195 RM, steckte die SS ein. Bei Hunderttausenden in nicht SS - eigenen Rüstungsbetrieben schaffenden Häftlingen, männlichen und weiblichen, ein überaus einträgliches Geschäft. Die erste gewaltige und einschneidende Neuerung erlebten wir im Spätherbst 1942, als Himmler den Häftlingen die Erlaubnis zum Empfang von Lebensmittelpaketen erteilte. Das war keine menschliche Anwandlung des Mannes. Der Anlaß zu dieser Erlaubnis war in erster Linie durch die verpflegungstechnischen Schwierigkeiten geboten, in denen sich das Lager befand, als es sich, vor die Aufgabe gestellt sah, 20 000 Menschen für eine schwere und kriegswichtige Arbeit bei Kräften zu halten. So wie man uns früher gestattete, uns auf eigene Kosten und zum Vorteil der SS, Zusatznahrung in der Kantine des Lagers zu kaufen, so gestattete man uns jetzt den
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