bestreben der SS auf die Bildung einer zwar dünnen, aber desto stärkeren Führerschicht abzielte, einer Art Parteiadel, dessen eigentliche Aufgaben der Zeit nach dem siegreich beendeten Kriege vorbehalten bleiben sollten. Entwirft man sich ein Bild von der Art und dem Umfang dieser Aufgaben, so sehen wir in großen Umrissen das von Waffen und anderen Machtmitteln starrende Gefüge eines Herrenstaates, in dem eine von jeder äußeren Beeinflussung freie Führerschaft ein völlig entrechtetes Volk ihrer demagogischen Willkür untertänig machte, während ein zum Sterben bestimmtes Riesenheer von Arbeitssklaven, die sich aus Teilen der Bevölkerung der vom Nationalsozialismus usurpierten Länder zusammensetzte, für eine möglichst rasche Beseitigung der durch den Luftkrieg entstandenen Schäden nutzbar gemacht werden sollte. Da das Tempo für diesen geplanten Wiederaufbau niemals in ein Verhältnis zum menschlichen Leistungsvermögen hätte gebracht werden können, rechnete man im vorhinein mit der Notwendigkeit eines ungeheuren Massenverbrauchs an Arbeitskräften, wodurch zwangsläufig die Schaffung einer glatt und sicher funktionierenden Vernichtungsindustrie notwendig wurde. Jenseits von Haß und Liebe, lediglich auf Grund einer durch die nazistische Rassenideologie beglaubigten und absolut kalten und nüchternen Kalkulation, sollten die Verbrennungsanlagen in den Konzentrationslagern dafür sorgen, daß der tägliche Anfall an Arbeitsopfern auf eine rasche und hygienisch einwandfreie Weise beseitigt würde.
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Ein Blick in den ,, Generallinienplan" des Lagers, dessen vielgestaltige Gliederung, erwies die Absicht in aller Deutlichkeit. Was dort bis zur letzten Konsequenz ausgedrückt und dokumentiert war, wurde in den Jahren 40/45 durch die Schaffung zahlreicher Betriebe theoretisch vorbereitet.
In der Zeit von 1933/41 hatte man durch die zahlreichen Verhaftungen mehr Arbeitskräfte gewonnen, als man zu brauchen glaubte, denn an die Möglichkeit eines Krieges von so langer Dauer und an die fortgesetzte Steigerung der eigenen Schwierigkeiten dachten die Unternehmer ja zunächst noch
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