geständnis der Absicht das Slawentum auszurotten, den Bolschewismus auszumerzen, alles Rassenfremde und der Germanisierung Europas Hinderliche zu vernichten, ließ an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Daß die Durchführung der erforderlichen Maßnahmen nur in den, der Öffentlichkeit völlig unzugänglichen, Bezirken der Konzentrationslager erfolgen konnte, ist verständlich, denn nach außen mußte das Dritte Reich selbstverständlich das bleiben, was es, den Ideologien des Nazismus gemäßẞ, zu sein vorgab, das Reich der Schönheit, der Ehre, das Paradies aller Schaffenden, der Hort guter Sitten, des europäischen Anstandes und der kulturellen Würde.
Die Sicherheit, in der man sich wiegte, als die deutschen Truppen fast widerstandslos bis Leningrad vordrangen, die felsenfeste Überzeugung, daß der Krieg mit Rußland gewonnen, der Endsieg nur noch eine Frage von Wochen sei, dazu die von amtlichem Frohlocken durchzitterte Erklärung Goebbels ,, Der Ostfeldzug siegreich beendet!", alle diese im Wonnerausch der Stunde geborenenen Trugschlüsse verführten Hit ler sein wahres grauenhaftes Gesicht zu zeigen. Er machte sozusagen kein Herz mehr aus seiner Mördergrube. Der Erfolgstaumel des Dilettanten war über ihn gekommen und er fühlte sich als Herr dieser Welt. So wie er bereits im Winter 1941 seine Architekten Speer und Kreis mit dem Bau von grandiosen Siegesdenkmälern auf der Krim und in der Nähe Moskaus , in Narwik, Afrika und an der Kanalküste beauftragte, so fing er auch mit seinen Abschlachtereien an, um die Rasseschlacken des Ostens zu säubern.
Was auf diesem Gebiet noch alles geplant war, ergab sich für uns aus folgendem: Im Dezember 1941 erging von der Zentralbauleitung der Waffen- SS an die Bauleitung, Oranienburg der Befehl zum sofortigen Bau der Station Z, eines Gebäudes, das im Grunde nichts anderes war, als die steinerne und technisch verbesserte Wiederholung des oben geschilderten Exekutionsschuppens. Dieser Neubau erschien den Bauherren erforderlich, weil der Holzbau nicht schalldicht war. Man hörte.
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