runje, waren im Grunde nur Handlanger, Taglöhner des Mords im Dienste von Verbrechern, die das deutsche Volk als die Retter Europas pries.
,, Es wird eine Technik der Entvölkerung entwickelt werden müssen!" hatte Hitler im Frühjahr 1934 gesagt, als man ihn über seine Kolonisationsabsichten im Ostraum befragte, und er gab den Auftrag zur Verwirklichung dieser Idee. Alles was in den Konzentrationslagern oder anderen Gefangenenlagern der SS Dienst tat, wuchs auf in diesem Geist der Vernichtung. Was in den Köpfen einiger zu Beginn ihrer blutigen Laufbahn vielleicht noch Bedenken erregt hatte, unterlag schließlich der Gewöhnung. Man organisierte den Mord wie das Verkehrswesen, man entledigte sich überflüssiger und unerwünschter Geschöpfe auf eine immer sachlicher werdende Art und unterzog sich dieser Tätigkeit mit der gleichen Ruhe, wie sie allenfalls das Diktat eines Dienstschreibens erfordert. Es ist unvorstellbar, was aus der politischen und bürgerlichen Moral, aus der Gesittung Deutschlands , ja ganz Europas geworden wäre, wenn Hitler diesen Krieg gewonnen hätte.
Was die Böhm und Perrunje, als mit Butterstullen und Zigaretten gekaufte Helfershelfer des Reichsführers der SS, des Leiters des Reichs- Sicherheitshauptamtes, Reinhard Heydrich und des gesamten Sicherheitsdienstes taten, war erst ein bescheidener Anfang. Noch lagen keine genauen Direktiven vor, noch befanden sich die Entvölkerungsmaßnahmen im Stadium der Entwicklung. Noch begnügte man sich mit den kleinen Handlangern, die den Knüppel, den Wasserschlauch schwangen, um zu töten. Eine große Kollektivformel der Vernichtung mit bis in Einzelheiten gehenden Ausführungsbestimmungen lag noch nicht vor. Man ließ die Menschen in den Steinbrüchen, den Tongruben und Kanalisationsschächten zugrunde gehen, oft fünfzig an einem Tag, aber doch noch viel zu wenig, um den auf die Eroberung und„ Kultivierung" des Ostraums gerichteten Sinn des Führers zu befriedigen. Da begann im Sommer 1941 der Krieg mit der Sowjet- Union. Mit einer geradezu bewunderungswürdigen Ahnungslosigkeit über die militäri
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