Druckschrift 
Das wahre Gesicht Hitler-Deutschlands : Häftling Nr. 59 000 erzählt von dem Schicksal der 10 000 Juden aus Baden, aus der Pfalz und aus dem Saargebiet in den Höllen von Dachau, Gurs-Drancy, Auschwitz, Jawischowitz, Buchenwald / Rolf Weinstock
Seite
93
Einzelbild herunterladen

Appell schwitz ien be­idungen

m, ganze blieben. abgetan. ,, beson­

sich ein

Eines Tages wurde eine siebenköpfige polnische Familie, Mann, Frau und fünf Kinder, im Alter von 8 bis zu 17 Jahren, aufgehängt, weil sie einem geflohenen Häftling für einen Tag Obdach und Verpflegung gewährt hatten. Bei dem Hängen wurde das Kommando" Mützen ab" erteilt. Wir mußten auf den Galgen schauen. Dazu aber spielte die Musik.

auf der

er her­Häftling

schierten

mando"

gesagt,

ussichten,

von aller

die aus­sinnig.-- erts muß

eingehen, cudecken, erlittenen

ndert Un­Firnen der n, wie sie so etwas

Sie waren

erbei nur und zum fielen um en und

ch hieran

eine ruhi­OS.

er Nieder­mich ekle.

ennoch, es en solcher es wissen.

Sklavinnen und Todeskontrolle

Frauen lager

Wie bei uns im Männerlager, so war es auch im Frauenlager. Die Capos", die für die Kleiderkammer und andere Lagerverwaltungsstellen verantwort­lich waren, berichteten uns grauenvolle Mihhandlungen von unschuldigen Frauen.

Die Bewachung bestand aus weiblicher SS., die ebenso wie ihre männ­lichen Kollegen mit Maschinenpistolen, Reitpeitschen und Vollgummikabel ausgestattet waren. Die Behandlungen und Mißhandlungen waren dieselben wie bei uns. Auch die weiblichen SS.- Bestien, genannt SS.- Helferinnen, schlu­gen wahllos auf ihre Opfer ein, waren im Ersinnen neuer Quälereien, ent­setzlichster Grausamkeiten, ganz groß.

Das Erschütterndste war, daß Frauen solche Bestien sein konnten, Frauen, die zu lieben geschaffen sind, zu schützen, zu pflegen, zu hüten und zu sorgen, denen alles Böse fremd sein sollte.

Auch die weiblichen Häftlinge wurden auf einen Holzbock gespannt und erhielten von den weiblichen Bestien" 25, 50,-- ja manchmal 75 Schläge über die entblößten Körper. Hunde wurden auf die Häftlinge ge­hetzt. Ich habe so vieles gesehen.-- Entsetzlich.

--

Es gab im Frauenlager auch die gleichen Kommandos,- Einteilungen. Auch das Himmelkommando" war vorhanden.- die gleichen Frauen mußten Häuser, Kanäle und Straßen bauen, sie mußten Holz fällen, Die und einige waren zu einem Sonderkommando zusammengestellt.- einem Sonderkommando für die SS. Diese zuletzt genannten Frauen waren Zu zunächst auf ihre Gesundheit und auf ihre Standhaftigkeit geprüft worden. Und dann kamen sie ins Freudenhaus. Ganz gleich, ob es sich um ver­heiratete Frauen oder um junge Mädchen handelte.

--

Die Kleidung war verschieden. Frauen, die im Außendienst arbeiteten, trugen Häftlingskleider. Ihnen waren die Haare vollkommen geschnitten. Die für die Innenkommandos eingeteilten Frauen trugen Zivilkleidung und waren nur halb geschoren. Off sah man aber auch Frauen, deren Haare strafweise kreuz und quer geschnitten waren.

Die Freudenhaus"-Frauen dagegen trugen elegante, seidene Klei­der, waren geschminkt und erhielten stets gutes Essen. Viele Frauen und Mädchen dieses Kommandos glaubten ihr Leben, ihre Zukunft gesichert. Ach, weit gefehlt! Gewiß, sie erhielten eine wirklich gute Verpflegung. Aber, wenn sie nicht mehr gefielen, wenn sie von einem Tag zum anderen " mißfielen", dann wurden auch diese unglücklichen Frauen und Mädchen vergast.

Alle vier Wochen wurden durch SS. - Dirnen", die sich Fräulein Doktor" nennen ließen, Gesundheitskontrollen durchgeführt. Und,-- da der Gesundheitszustand der Frauen immer mehr sank, die Frauen immer mehr herabkamen, war fast genau auszurechnen, wenn sie dem Himmel­

п

93