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sie finden in allen dynamischen Begriffen und solchen, die der Mutation unterworfen sind, ihre Bestätigung.
Der Mensch glaubt, das vollkommenste Geschöpf dieses runden Erdballes zu sein. Die Vorsehung hat ihn herausgehoben aus dem Niveau des niedrigen Tieres, hat ihn mit Geist gesegnet und ihn befähigt, mit diesem Geist sein Leben zu gestalten. Und doch hat unsere Generation zwei Kriege erlebt, die mit idealen und hoch- tönenden Gedanken begründet wirden: Man hat den Einsatz des Einzelnen, der Familie und der Volksgesundheit für den Staat gefordert— und dieser Staat verschloß sich der größeren Gemein- schaft: Der Menschheit!
Ist nicht der Irrtum der Politiker das Unglück der Menschen und ist es nicht endlich an der Zeit, die richtive Perspektive zu wählen? Ist es um die Fundamentierung des erstrebten Welt- friedens nunmehr nicht erforderlich, diese Perspektive endgültig für alle Menschen festzulegen, um die Grundlage zu einem Welt- bild und zu einer Weltanschauung in fundamentalen Begriffen zu bilden?
Welche Pflicht ist denn die höchste für den Einzelnen? Die menschliche! Als erstes hat der Einzelne daher Mensch zu sein! Bürger dieser Welt, erst dann Vertreter einer Nation, Rasse, Sippe oder sonstigen Vereinigung oder Fügung!
Liebe den Nächsten wie dich selbst— das ist der menschliche und christliche Standpunkt! Aber nichts vermag der Mensch so zu lieben, wie sich selbst, bestenfalls kann man einen anderen Menschen fast so lieben wie: sich selbst. Wer dagegen spricht, der täuscht sich selbst!
Es entstanden jedoch Scheinsysteme und Lehren, nach denen die Liebe des Einzelnen zu sich selber,— auf der ja das Leben ruht— den Menschen als unmoralisch galt und deshalb verheim-
: licht, verborgen und maskiert werden mußte. Einen anderen zu
lieben galt als besser, für sittlicher und edler als sich selbst zu lieben. Und so erfand man eine erhöhte stilisierte Selbstliebe in einer Art von Nächstenliebe auf Gegenseitigkeit. So wurde die ‘Familie, die Dorf-, Sipren-, Religions- und Volksgemeinschaft zum Heiligtum.
Der Mensch, der sich selbst zuliebe nicht das kleinste Sitten- gebot übertreten darf, für die Gemeinschaft, für das Vaterland durfte er alles tun, auch das Furchtbarste, und jeder sonst so ver- pönte Trieb wird hier zur Pflicht und zum Heldentum.


