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nicht fein aufpaßt. Kein Wunder, daß die neue Rechtsform des „Dritten Reiches “ von der Welt nicht anerkannt wird und nicht Eingang und Akzeptierung im internationalen Recht findet, ganz zu schweigen von der Sondergesetzgebung zum Schutze von Partei und Staat und seinen Einrichtungen und seinen führenden Per- sönlichkeiten.
Wie die unzähligen, neu eingerichteten Gefängnis- und Kon- zentrationslager sowie Zuchthausanstalten ist auch„Stadelheim “ mit deutschen, tschechischen, österreichischen und anderen Ge- fangenen überfüllt. Zivilgefangene der„verbündeten“,„pro- tegierten“ oder als Feindstaaten behandelten Nationen bilden hier eine recht gemischte Gesellschaft. Und so bemerkt man unter den angetretenen Häftlingen Gesichter, die unverkennbar‘ die Geistesmenschen verraten. Fast alle„Spaziergänger“ dieser Abteilung entstammen intellektuellen Schichten. Dort steht ein Professor der Prager Universität, daneben ein deutscher Kollege aus Wien . Dort die markanten Züge eines deutschen Rittmeisters, dort Künstler, Akademiker, Schriftsteller, Redakteure, Lehrer, Aerzte, ein Oberst i. R., Kaufleute, einige Juden usw.
Man legt diesen Menschen„Heimtücke“,„Hochverrat“,„Heeres- zersetzung“ oder„Vorbereitung zum Hochverrat“ zur Last. Nach einer kriminellen Tat sehen diese Menschen durchweg nicht aus.
Nachdem die Zahl der angetretenen Häftlinge festgestellt ist, marschieren die Menschen wieder durch eine ganze Anzahl von Gittertüren durch die langen Korridore zu ihren Abteilungen und nehmen in ihren Zellen die dort bereitliegende Arbeit auf. Zehn bis elf Stunden haben die Gefangenen zu arbeiten. Es ist eine: wunderbare Einrichtung für den Nazi-Staat, Millionen Menschen bei dürftigster Kost: für sich schaffen zu lassen, kosten die Ge- fangenen doch praktisch keinen Unterhalt, dagegen wird das meistmögliche aus diesen Gestalten herausgepreßt. Billigere, anspruchslosere und schweigsamere Rüstungs- und Staatsarbeiter gibt es auf der ganzen weiten Welt nicht!
Man schreibt so viel von Kultur und Sklaventum. Man ereifert sich in Deutschland über die Sklavenhalterei in früheren Jahr- hunderten. Menschen, die der Willkür ihrer Halter ausgesetzt waren. Fest steht jedoch, daß diese Sklaven gut verpflegt wurden, um ihre Arbeitskraft zu erhalten,— sie waren immerhin Wert- objekt.— Gefangene aber sind unbequem und gefährlich, wenn
“sie in solchen Massen eingebracht werden; sie sind lästige Fresser
und darum sieht man zu, daß sie bei kärglichster Verpflegung 9


