/u- 1g5 u- ch- um
cht
ers Ür- des en len ist
’n- Be- he, In- nn IN- fe Ya-
US-
las ‚en er-
aß
nur als Mittel gedacht ist, und selbst als Mittel hat es für den menschlichen abstrakten Verstand leicht etwas Aufreizendes, in jedem Fall etwas absolut Unverständliches, Geheimnisvolles. Es ist immer eine Perversion, ein Mittel zum Zweck zu machen, im besonderen aber in diesem Falle. Ziel ist allein Gott selber und also die Seligkeit selber. Anderseits ist die Bedeutung des Leidens als Weg zur Vollendung so groß, daß jeder, der sich, wenn ihm die Wahl bleibt, dem Leiden ganz entzicht, das höchste Ziel sicherlich verscherzt, daß der ein Heros und ein Auserwählter ist, der das Leiden um Gottes willen selber wählt, auch wenn er es, ohne Schuld, vermeiden könnte.
Die»menschliche Redlichkeit« ist auch deshalb etwas so Unvollkommenes, weil ihr Hauptgegen- stand, das eigene Ich, in letzten Dingen so mangel- haft bekannt ist. Wer weiß denn, was sein»Ich« zu einem gegebenen Augenblick ist, wann es in seiner»Fülle« ist. Wie große und schmerzliche
Täuschungen und Enttäuschungen erlebt hier ein Mensch!
»Paradox« und»Absurd«. Wenn ich sage: Das Paradox als Sprachmittel beruht auf der Ar- mut der menschlichen Sprache, so ist das eine eindeutige Erklärung. Aber sie trifft eigentlich nicht die ganze Wahrheit. Denn je nachdem kann ein anderer mit Recht sagen: sie beruht auf dem Reichtum der Sprache. Doch beide sagen nur eine halbe Wahrheit. Wenn ich nun aber sage, das Paradox beruht auf der Armut und auf dem Reichtum der menschlichen Sprache, so
ist das ja wiederum ein Paradox[und ein Para-.
265


