messen mit meinem Schmerz?« Es ist in Ordnung, daß dieser höchste Adel der Auserwählten der Schöpfung zukommt: Maria, der Mutter Gottes.

Glaube und Meinung. Der Glaube geht auf das Ende, in der Zeit ist er ohne göttliche Eingebung nicht möglich, ich will sagen, in betreff zeitlicher Dinge. Ich glaube an den dreieinigen Gott und Seine Verheißungen. Aber diese gehen auf das Ende. Was den nächsten Ausgang zeitlicher Er­eignisse und Kämpfe anlangt, habe ich nur Mei­nungen. Ich staune, daß viele von einem festen, unerschütterlichen, unbändigen>> Glauben« spre­chen, und meine, daß sie entweder lügen, heu­cheln und nicht wissen, was sie sagen, oder daß sie besessen sind. Weiche von mir, Satan! Das ist alles nur eine dumme, freche Lüge, ein glatter Nonsens, daß ich mit der übernatürlichen Ge­wißheit, mit der ich glaube, daß Christus der Sohn Gottes ist, auch glauben kann, daß Deutsch­ land oder England siegen wird. Ich bin zwar fest davon überzeugt, daß in diesem Augenblick die Führung Deutschlands tief böse und das deut­sche Volk in unheimlicher religiöser und sittlicher Gefahr ist; ich bin fest davon überzeugt, daß es die Verantwortung und die Strafe dafür wird tragen müssen, aber ich halte es für möglich, daß es, um höherer Absichten Gottes willen, in der Zeit zunächst siegen kann. Ich halte es für mög­lich, und ich würde an der Gerechtigkeit Gottes nicht verzweifeln, ich würde» den Glauben« nicht verlieren- ich halte es für möglich, aber ich halte es nicht für wahrscheinlich, denn auch die ge­fallene Natur hat und kennt noch Grenzen des Bösen, die ich heute für überschritten halte durch

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