ung,

der

Etes.

das

ung

cher

und

das

Er­

Mei­

ten,

pre­neu­

daẞ

Das

atter

Ge­

der

sch­

war

blick

eut­

cher

es

wird

daẞ

der

nög­

Ottes

nicht

alte

ge­

des

urch

das Denken und Tun des deutschen Volkes. Auch die gefallene Natur hat und kennt noch Kräfte des Guten, die ich heute in den geknechteten und bedrohten Völkern bis zum vollen Bewußtsein, aufgerufen zu sein, erwacht glaube. Man sagt, die Welt sei immer so gewesen; daran mag etwas Wahres sein, es ist aber dennoch ein Unterschied, der schwer wiegt: der Unterschied der Bewußt­heit. Es wurde noch niemals mit solcher Bewußt­heit so viel und so tief Böses getan. Es ist in der Christenheit die erste dezidierte Apostasie, oder sagen wir: die potenzierte zweite, wenn wir 1789 als die erste nehmen im Abendland.

-

Daß das Gute auch in der Zeit immer siegen müsse, ist eine oft sehr laut vorgetragene Meinung des neueren Humanismus; es ist auf keinen Fall christlicher Glaube. Wo steht davon ein Wort im Evangelium? Welcher Buchstabe unseres dog­matischen Glaubensbekenntnisses trägt einen Hauch von diesem Geist? Die Meinung des neue­ren Humanismus, der selber eine Häresie ist, ist eine der gefährlichsten Häresien. Die Meinung des neueren Humanismus ist ja eine Entartung des christlichen Glaubens an den Sieg des Guten im absoluten Sinn: in der Ewigkeit, in Gott als dem Herrn der Welt.

Es gibt Völker, die die politische Begabung ha­ben, ein Joch, das sie andern auferlegen, viel leichter erscheinen zu lassen, als es eigentlich ist. Die Deutschen haben die umgekehrte Gabe, das Joch, das zehn Pfund wiegt, wie eines von hun­dert Pfund erscheinen zu lassen. Eine unglück­liche Begabung, wenn man die Welt erobern will.

Tag- u, Nachtbücher 15

225