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stumm ist. Es ist die Weise des Seinskernes selber. Wollen und Denken haben mehr Distanz und sind überhaupt nach außen gerichtet in ihrer Tätigkeit: sie haben immer einen Gegenstand. Das Fühlen ist sozusagen die erste primäre Seinsweise. des vollen Seins als Geist. Auf das Sein selber geht es, und das Befinden des Seins. Das weiß unmittel- bar jeder Mensch. Und nur der reflektierende Phi- losoph kann sich täuschen und irregehen, wie an- scheinend Sie, mein Freund. Wohlan, Sie sagen, daß Gut und Böse am unmittelbarsten zum Wol- len gehören und Wahr und Falsch zum Denken, und Sie haben ohne Zweifel recht. Aber, so mei- nen Sie, das Fühlen habe keine so unmittelbaren Attribute, und indem Sie weithin suchen, finden Sie nicht, was so nahe ist, allzu nahe, wie es scheint. Was'will denn das Sein sein, das Sein in seiner höchsten Manifestation, in der Person, was will es denn sein? Selig will es sein, und selig ist Gott , die Quelle alles Seins.
Wahrhaftig, wie Gut und Böse zum Wollen, wie Wahr und Falsch zum Denken, so gehört Selig und Unselig zum Fühlen.
Frage eines Geärgerten: Läßt Gott Hitler seinen oder Seinen Willen tun?
30. April
Was immerzu in mir gewachsen ist, bis zur vollen Reife: das Verstehen, daß ich Gott nicht ver- stehe, also: der Sinn für das Mysterium. Das be- wahrt mich davor, die Dinge dieser Welt miß- zuverstehen.
Dunkelste Stunde des Glaubens: Da alles mensch-
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